Merz hatte bereits am Freitag auf einer Pressekonferenz öffentlich klargestellt, dass Deutschland gerade seine Verteidigungsausgaben innerhalb von vier Jahren verdoppele. „Das ist die größte Kraftanstrengung, die wir jemals gemacht haben, um unsere Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Insofern brauchen wir uns hier vor niemandem zu verstecken.“ Das werde er beim Nato-Gipfel in Ankara am Dienstag und Mittwoch „auch in aller Bescheidenheit zum Ausdruck bringen“.

US-Beamter: Übernahme von Grönland derzeit „einzige Lösung“

Eine Übernahme Grönlands durch die Vereinigten Staaten ist aus Sicht der USA nach Angaben eines hochrangigen Beamten aktuell der einzige Weg, um den Sicherheitsrisiken rund um die zum Königreich Dänemark gehörende Eisinsel langfristig zu begegnen. „Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass dies der beste Weg ist, den Verteidigungsbedarf der Nato in Bezug auf Grönland zu decken“, sagte er zu Journalisten vor dem Nato-Gipfel an diesem Dienstag und Mittwoch in der Türkei. Zugleich sagte er, auch weitere Optionen würden geprüft. Wie diese aussehen könnten, ließ er offen.

US-Präsident Donald TrumpVergrößern des BildesDie US-Regierung unter Präsident Trump hegt weiter Besitzansprüche auf Grönland. (Archivbild) (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa/dpa-bilder)

Der hochrangige Regierungsbeamter verwies darauf, dass es „rege Marineaktivitäten“ in der Region rund um Grönland gebe und US-Präsident Donald Trump eine „dauerhafte“ Lösung anstrebe. „Bislang sehen wir als einzige Lösung den Erwerb Grönlands durch die Vereinigten Staaten“, sagte der Beamte weiter.

Die Ansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland hatten zu Jahresbeginn zu heftigen Spannungen zwischen europäischen Nato-Partnern und den USA geführt. Die Allianz hatte unter anderem versprochen, ihre Militärpräsenz im Nordatlantik zu erhöhen.

US-Wähler sehen Trumps Iran-Politik laut Umfrage kritisch

Die Iran-Politik von US-Präsident Donald Trump stößt in der US-Bevölkerung auf wenig Zustimmung. Laut einer Umfrage der Zeitung „Financial Times“ sagen 58 Prozent der registrierten US-Wähler, der Krieg stehe in keinem Verhältnis zu den hohen Kosten. 44 Prozent sehen die USA nach dem Waffenstillstandsabkommen in einer schwächeren Position als den Iran.

Die USA hatten gemeinsam mit Israel den Iran Ende Februar attackiert. Die Kosten für die USA werden offiziell auf rund 67 Milliarden Dollar geschätzt. Nach einer Waffenruhe im Juni werden derzeit Details verhandelt, etwa über die Schiffspassage durch die Straße von Hormus und Beschränkungen für Irans Atomprogramm.

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