Ein Großevent wie die Düsseldorfer Rheinkirmes mit jährlich rund vier Millionen Besuchern erfordert im Voraus einiges an Planung. In diesem Jahr beginnt die Kirmes am 17. Juli und endet am 26. Juli. An der umfangreichen Planung ist nicht nur der St. Sebastianus-Schützenverein 1316 als Veranstalter beteiligt. Auch Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und Rheinbahn tragen einen wichtigen Teil zur reibungslosen Durchführung des großen Volksfestes bei. Wie die Vorbereitungen in diesem Jahr laufen und was es Neues gibt, wurde am Montag (6. Juli) bei einem großen Pressegespräch mitgeteilt.

Die Veranstalter der Rheinkirmes lassen sich in jedem Jahr etwas Neues einfallen, um den Besuchern Abwechslung zu bieten. In diesem Jahr bringen sie gleich zwei Weltneuheiten auf die Oberkasseler Rheinwiesen. Während vor wenigen Wochen noch nicht klar war, ob die Weltneuheiten Oracle und Invader auf dem Kirmesgelände aufgebaut werden, bestätigte Manfred Kirschenstein, Vorsitzender der Platzkommission der Rheinkirmes, am Montag, dass diese nun sehr sicher auf dem Volksfest die Fahrgäste zum Kreischen bringen werden. Mehr als 30 Neuheiten, unter anderem auch gastronomisch, sollen in diesem Jahr auf der Kirmes sein.

Zum zweiten Mal dabei sind die Drohnenshows, wie 2025 wird eine unmittelbar vor dem Höhenfeuerwerk gezeigt und die andere bereits zu einem früheren Zeitpunkt. In diesem Jahr wird das am Kirmesdienstag um 22.30 Uhr sein. Insgesamt stehen 1200 Drohnen für die Motive zur Verfügung, nicht bei jedem werden jedoch gleich viele genutzt. Die erste Show steht unter dem Motto „Art in the Sky – Inspiriert von Düsseldorf“ und soll eine Kunstshow werden, die prägende Ideen, Künstler und Symbole der Stadt zeigt. „Jüngere Besucher werden vielleicht nicht alle Bilder zuordnen können, aber es wird trotzdem unterhaltende Faktoren geben“, sagt Jan Ising, Creative Director bei AO Multimedia & Drones. Als besonderes Highlight werde eine gemeinsam mit Johnny Depp entwickelte Arbeit gezeigt. Die Drohnenshow am zweiten Kirmesfreitag werde unter dem Motto „Düsseldorf feiert“ gezeigt. Zwar gehören einige Motive einfach zu einer Show in Düsseldorf dazu, Ising verspricht aber einige Neuheiten und unterschiedliche Shows an beiden Abenden.

Nach der zweiten Drohnenshow, die am 24. Juli um 22.15 Uhr beginnt, wird das Feuerwerk den Himmel erleuchten. Nach dem Unglück im Vorjahr, bei dem durch Querschläger 19 Menschen verletzt wurden, wurde das Sicherheitskonzept in diesem Jahr verschärft. Im Februar verkündeten die Schützen ihre Entscheidung, auch weiterhin ein Feuerwerk zur Rheinkirmes zu zeigen. Nun sei das Konzept so angepasst worden, dass es zu keinen Querschlägern mehr kommen kann, sagt Sven Gerling, Geschäftsführer der St. Sebastianus Veranstaltungs GmbH. Alle Abschussrampen für das Feuerwerk werden dafür in große Muldencontainer verbaut. Die 2,6 Meter hohen Seitenwände sollen Querschläger verhindern. Sollte es unter Sicherheitsaspekten angemessen sein, sei außerdem mit dem Feuerwerksveranstalter Nico Europe vereinbart worden, im Zweifel weniger große Feuerwerkskaliber zu verwenden.

Die Kirmesfähre steht nach einigen Jahren Pause nun wieder vor ihrem Comeback. Während der regulären Öffnungszeiten der Rheinkirmes wird sie zwischen der Altstadt und der Kirmes im Linksrheinischen pendeln. Eine Fahrt mit der Fähre kostet 3,80 Euro. Der Preis setzt sich aus dem reinen Fahrpreis und einem Schützentaler zusammen, der als Unterstützungsbeitrag an die Schützen geht und laut Fährbetreiber Hajo Schäfer 30 Cent pro Fahrt beträgt. Während der Rheinkirmes wird die Fähre zwischen Kaiserswerth und Meerbusch nicht fahren. Ab dem kommenden Jahr wird die Rheinfähre – sofern die Stadt Meerbusch im Rat zustimmt – zum Angebot der Rheinbahn gehören.

Der beste Weg, zur Rheinkirmes in Oberkassel zu kommen, ist mit dem ÖPNV oder dem Fahrrad. Die Rheinbahn verstärkt dafür auch in diesem Jahr wieder ihr Angebot, das dann über den regulären Fahrplan hinausgehen wird. Zu den Drohnenshows und dem Feuerwerk wird die Rheinbahn das stärkste Angebot auf ihren Linien anbieten. Es empfiehlt sich, mit den Stadtbahnen U75, U76 und U77 zum Luegplatz zu fahren. Vom Hauptbahnhof beträgt die Fahrzeit nur sieben Minuten. Alle Fahrzeiten zur Kirmes werden auf der Internetseite der Rheinbahn sowie in der App verfügbar sein. Von der Nutzung des Pkw wird abgeraten, da vor Ort keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Allerdings können kostenfreie Park-and-Ride-Parkplätze genutzt werden. Auch unterschiedliche Parkhäuser können angefahren werden. An den Wochenenden stehen beispielsweise die Parkhäuser von Vodafone (1700 kostenfreie Plätze) und Provinzial (800 Plätze) zur Verfügung.