KI-bedingte Arbeitsplatzverluste beschleunigen sich 2026 in Technik- und Finanzsektoren. Photo by BeInCrypto
Microsoft baut 4.800 Stellen ab, das sind etwa 2,1% der globalen Belegschaft. Ein großer Teil davon betrifft Xbox.
Das Unternehmen hat am 6. Juli 1.600 Xbox-Mitarbeiter entlassen. Im Laufe dieses Geschäftsjahrs rechnet Microsoft mit weiteren 1.600 Entlassungen, wodurch sich der Abbau bei Xbox insgesamt auf etwa 3.200 Stellen erhöht.
Xbox-CEO nennt Margenunterschiede als Grund
Asha Sharma ist seit Februar Chefin der Xbox-Sparte. Sie hat nach dem Ruhestand von Phil Spencer übernommen. Sie erklärte den Mitarbeitenden, dass sich die Wirtschaftlichkeit der Sparte nicht mehr tragen lasse.
„Unser Geschäft ist aktuell nicht gesund.“
Asha Sharma, Xbox
Laut Sharma liegt die Marge bei Xbox drei bis zehnmal niedriger als bei vergleichbaren Plattform- und Publisher-Unternehmen. Sie führt dies unter anderem auf die immer teureren Bauteile für Konsolen zurück, was den Wettbewerb mit Sonys PlayStation und Nintendos Switch verschärft.
Sony plant zudem, die Produktion von physischen Spiele-Discs im Januar 2028 einzustellen. Die Branche setzt damit stärker auf digitale Downloads, ein Trend, dem auch Xbox folgt.
Microsoft trennt sich zudem von vier Studios, die früher übernommen wurden. Compulsion Games und Double Fine Productions werden unabhängig, während Ninja Theory und Undead Labs neue Eigentümer erhalten.
Damit gibt Microsoft einen Teil des Portfolios von Activision Blizzard wieder ab, das vor drei Jahren durch einen Deal über 69 Milliarden USD erworben wurde.
Abbau folgt auf Abfindungsprogramm
Amy Coleman, Chief People Officer, erklärte, dass sich die Technologie besonders schnell verändert. Microsoft bot im April Abfindungen an, mehr als ein Drittel der berechtigten Mitarbeitenden nahm dieses Angebot an.
Der Personalabbau reiht sich in einen größeren Trend ein. Jobs im Tech- und Finanzbereich gehen im Jahr 2026 Monat für Monat zurück, weil Unternehmen immer stärker auf KI setzen.
Die Umstrukturierung bei Xbox erfolgt, während die Microsoft-Aktie in den vergangenen sechs Monaten um rund 19% gesunken ist. Investoren fragen sich, ob die massiven Investitionen in KI sich angesichts des allgemeinen Drucks auf Tech-Titel auszahlen.
Die Microsoft-Aktie hat in den letzten sechs Monaten Schwierigkeiten. Bildquelle: Trading View
Die Umstrukturierung der Xbox-Sparte läuft bis einschließlich Geschäftsjahr 2027. Daher bleibt offen, wie viele weitere Stellen vor der geplanten Neuausrichtung unter Sharma noch abgebaut werden.
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