Der Botanische Blindengarten Radeberg feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Er geht auf die Idee der sehbehinderten Pastorin und Taubblinden-Seelsorgerin Ruth Zacharias zurück. Sie wollte einen Ort schaffen, an dem Pflanzen besonders über den Geruch und das Tasten erfahrbar werden. 

Nur ein kleiner Teil der Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung sei von Geburt an betroffen, sagt Marion Krause. Die meisten erlebten den Verlust des Sehens im Laufe des Lebens. „Das kann jeden treffen.“ Umso wichtiger sei es, Teilhabe nicht als Sonderlösung zu verstehen.

Der Garten ist in den Sommermonaten mittwochs und samstags von 13.00 bis 18.00 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich.