Bei Besuch in Syrien

Sprengsätze explodieren nahe Macrons Hotel in Damaskus

Aktualisiert am 07.07.2026 – 10:22 UhrLesedauer: 2 Min.

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Explosion in Damaskus: In der Nähe befindet sich das Hotel, in dem Emmanuel Macron untergebracht war. (Quelle: Yamam Al Shaar)

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Frankreichs Präsident Macron reist als erster westlicher Staatschef seit Assads Sturz nach Syrien. Der Besuch wird von einem Anschlag überschattet.

In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind Sicherheitskreisen zufolge Sprengsätze in der Nähe eines Hotels explodiert, in dem der französische Präsident Emmanuel Macron untergebracht war. Macron ist der erste führende EU-Politiker, der Damaskus seit dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad besucht.

Der französische Staatschef war bereits am Montagabend mit dem syrischen Interimspräsidenten Ahmed al-Scharaa zusammengetroffen. Auch zum Zeitpunkt der Explosion am Dienstagmorgen soll Macron zu Gesprächen im Präsidentenpalast gewesen sein.

Macron wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. In den Gesprächen soll es unter anderem um mögliche Investitionen in Syrien und den Wiederaufbau des Landes nach dem Bürgerkrieg gehen.

Zwei Bomben in der Nähe des Hotels

Nach Informationen der französischen Zeitung „Le Figaro“ wurde eine der Bomben in einem Müllcontainer deponiert, eine andere befand sich in einem Fahrzeug unweit von Macrons Hotel „Four Seasons“. Augenzeugen berichteten von Sirenengeheul und Einsatzkräften in der Nähe des Hotels. Ein Reuters-Reporter vor Ort hörte Explosionen in der Umgebung und berichtet von aufsteigendem Rauch. Die Straßen seien abgeriegelt worden.

imago images 0860943665Vergrößern des BildesFrankreichs Präsident Emmanuel Macron bei seiner Ankunft in Damaskus. (Quelle: IMAGO/Marin Ludovic/Pool/ABACA/imago)

Aus Sicherheitsgründen hatte das französische Präsidialamt vorab keine näheren Details zu den Programmpunkten des Besuchs mitgeteilt. Macron wollte von Damaskus aus zum Nato-Gipfel in die türkische Hauptstadt Ankara weiterreisen.

Im Mai 2025 war Macron bereits der erste westliche Staatenlenker gewesen, der den syrischen Präsidenten al-Scharaa zu einem Besuch empfangen hatte. Vor Macrons jetzigem Besuch hatte zuletzt 2009 mit Nicolas Sarkozy ein französischer Präsident Syrien besucht. Frankreich und die Türkei ringen als alte Kolonialmächte in dem Land um Einfluss. Frankreich versteht sich auch als traditionelle Schutzmacht des Nachbarlands Libanon.