Ein Juweliergeschäft ist mit Polizeiband abgesperrt.

Stand: 07.07.2026 13:27 Uhr

Nach den Schüssen auf einen Juwelier in Hannover hat die Polizei vier Verdächtige festgenommen. Die Männer im Alter von 24, 26 sowie zweimal 27 Jahren sollen heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Zugriff erfolgte durch Kräfte der Polizei Braunschweig, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Hannover am Dienstag mitteilten. Demnach sei Fahndern am Montagvormittag gegen 11.30 Uhr – rund eine halbe Stunde nach der Tat am Goetheplatz – ein Fahrzeug mit vier Personen auf der A2 zwischen Peine und Braunschweig aufgefallen. Das Auto soll zu der Beschreibung des Fluchtwagens gepasst haben, die Zeugen in Hannover kurz nach den Schüssen gegenüber der Polizei gemacht hatten. Als die Fahnder den Wagen kontrollieren wollten, gab der Fahrer Gas und versuchte, zu entkommen. Wenig später stoppte die Polizei das Auto im Stadtgebiet Braunschweig, wie eine Polizeisprecherin aus Braunschweig dem NDR Niedersachsen auf Anfrage sagte.

Fahnder entdecken Schmuck bei den Verdächtigen

Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs entdeckten die Polizisten unter anderem Schmuck, der aus dem Juweliergeschäft in Hannover stammen könnte. Ob die Ermittler in dem Wagen auch eine oder mehrere Waffen sichergestellt haben, ist nicht bekannt. „Dazu können wir aus ermittlungstaktischen Gründen keine Aussagen machen“, sagte ein Polizeisprecher aus Hannover dem NDR Niedersachsen. „Wer schwere Straftaten begeht, darf sich nicht darauf verlassen, aufgrund von Regions- oder Zuständigkeitsgrenzen der Polizei zu entkommen“, sagte Harry Blome, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Hannover. „Die vorläufige Festnahme der vier Tatverdächtigen zeigt, wie eng und erfolgreich unsere Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen ineinandergreifen.“

Angeschossener Juwelier nicht in Lebensgefahr

Der durch Schüsse verletzte Inhaber des Juweliergeschäfts in der Goethestraße befindet sich den Angaben zufolge weiterhin in einem Krankenhaus. Laut Polizei besteht keine Lebensgefahr.

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