Monatelang war das Blumengeschäft Große-Kock das große Streitthema am Hauptbahnhof. Nach einer juristischen Einigung mit der DB hat der Florist seine Verkaufsfläche am Eingang des Gebäudes aber im Mai geräumt. Der Streit zwischen der Bahn und dem Blumenladen lief mehr als ein Jahr lang. Die Bahn hatte Große-Kock 2024 den Mietvertrag gekündigt, obwohl das Geschäft seit 1966 in der Bahnhofshalle ansässig war. Eigentlich sollte der Laden dann Ende Februar 2025 schließen. Doch auch Monate später wurden dort noch Blumen verkauft. Die Deutsche Bahn reichte schließlich Räumungsklage ein.
Genehmigungen stehen noch aus
Nach Angaben der Bahn war der Grund für die Kündigung eine neue Gestaltung der Ladenflächen. Die Verkaufsfläche des Blumenladens sollte künftig mit der Fläche der benachbarten ehemaligen Spielothek zusammengelegt werden. Da soll dann Lidl einziehen.
Erste Arbeiten auf der Fläche der Spielhalle hatten auch schon bereits begonnen. Warum geht es derzeit nicht weiter? „Derzeit holt der Mieter die ausstehenden Genehmigungen für die nächsten Bauschritte ein“, so ein Sprecher der Bahn auf Anfrage der Redaktion. Wann der Discounter eröffnet, ist bislang noch offen.
Für Große-Kock endete eine ungewöhnlich lange Geschichte im Duisburger Hauptbahnhof. Nach Informationen der Redaktion hatte sich der Blumenhändler zwischenzeitlich auch für eine andere freie Ladenfläche in der Bahnhofshalle beworben. Dort erhielt jedoch die Blume 2000 den Zuschlag.
Rewe wird wohl erst Ende des Jahres öffnen
Die kommenden Veränderungen beschränken sich allerdings nicht auf die Eingangshalle. Auch am Ostausgang ist ein neuer Supermarkt geplant. Dort soll künftig ein Rewe to go einziehen. Allerdings verzögert sich auch dieser Plan.
Der bisherige Mieter habe die Ladenfläche bislang noch nicht vollständig geräumt, teilt die Bahn mit. Man gehe derzeit davon aus, dass immerhin das bis August abgeschlossen sein wird. Erst danach könnte Rewe die Fläche auch ausbauen. Möglicherweise wird Rewe also erst Ende des Jahres eröffnen.
Ziel des Umbaus sei es übrigens, das Angebot stärker an den Bedürfnissen von Reisenden auszurichten und die Nahversorgung im Bahnhof auszubauen, so die Bahn. Gleich zwei Supermärkte dürften den Bereich um den Bahnhof deutlich attraktiver machen.