Jetzt bleibt ihm nur noch die Flucht in den Kaninchenbau.
Tiefer, immer tiefer schraubte sich Nigel Farage am frühen Dienstagnachmittag in
einer zornigen Rede in seine Anklage. Das Establishment, behauptete er, mache
mit unlauteren Mitteln Jagd auf ihn. Dann erklärte der Anführer der neurechten Partei
Reform UK seinen Rücktritt als Unterhaus-Abgeordneter – und gleichzeitig seine
Kandidatur. Bei der Nachwahl, die sein Rücktritt auslösen wird, will er gleich
wieder antreten.
Diesem
trotzigen Auftritt waren wilde politische Tage vorausgegangen. Am
Wochenende hatte die Sunday Times über eine enge persönliche und finanzielle
Verbindung Farages zu einem vorbestraften Wettbetrüger berichtet. Es ist der
zweite Fall, in dem der Verdacht
besteht, dass Farage beträchtliche Geldgeschenke und geldwerte Vorteile dem
Parlament regelwidrig nicht berichtet hat. Das Parlament kündigte an, eine
weitere Untersuchung gegen Farage einleiten zu wollen. Einer möglichen
Absetzung als Abgeordneter kam er nun zuvor, indem er selbst den Sitz in
Westminister räumte.