Es ist ein schockierender Fall in Duisburg: Nach einem mutmaßlichen Fall von sexueller Misshandlung eines Ponys ermittelt die Polizei und sucht nun Zeugen. Die Tat soll sich in der Nacht zu Sonntag auf dem Gnadenhof Fährstraße in Bergheim ereignet haben.

Nach Angaben der Polizei bemerkte die Besitzerin des Tieres am Sonntagnachmittag, dass ihr Pony Schmerzen hat und sich sehr ungewöhnlich verhielt. Daraufhin wurden Aufnahmen einer Überwachungskamera ausgewertet. Diese sollen zeigen, wie sich ein bislang unbekannter Mann gegen 2.30 Uhr in der Nacht zu Sonntag an dem Tier sexuell verging.

Betreiber geht davon aus, dass Täter gefasst wird

Der Betreiber des Hofes im Duisburger Westen möchte sich auf Anfrage der Redaktion zunächst nicht zu dem Fall äußern. „Wir warten jetzt die Ermittlungen der Polizei ab“, sagt er. Er geht aber davon aus, dass der Täter aufgrund der Videoaufnahmen gefunden wird.

Der Tiergnadenhof in Bergheim versorgt unter anderem Pferde, Esel und Ponys. Die Einrichtung ist eine Art Auffangstation für Tiere aus schlechter Haltung. Kinder und Jugendliche können hier in den Ferien auch ehrenamtlich Unterstützung leisten.

Die Polizei leitete derweil ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs und eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ein. Das Gesetz verbietet es, sexuelle Handlungen an einem Tier auszuführen. Ein Verstoß kann mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet werden, je nachdem wie schwer das Pferd verletzt ist, droht auch eine Haftstrafe bis zu drei Jahren. Umgangssprachlich spricht man von Sodomie, in Deutschland ist das aber nicht als eigenständiges Sexualdelikt im Strafgesetzbuch geregelt.

2021 musste in Moers ein Pferd eingeschläfert werden

Fälle von sexuellem Missbrauch von Pferden oder Ponys sind selten, gibt es aber immer wieder. Erst im März ermittelte die Polizei in Lübeck gegen einen Unbekannten, der sich in einem Pferdestall an einem Pony vergangen und das Tier im Genitalbereich verletzt haben soll. Auch hier haben Überwachungskameras bei der Fahndung nach dem Täter geholfen. Ähnliche Fälle gab es in den vergangenen Jahren auch in Essen, Mönchengladbach oder 2021 in Moers, Kostenpflichtiger Inhalt damals musste das Pony eingeschläfert werden.

Das Kriminalkommissariat ermittelt und bittet Zeugen, die rund um den Tatzeitpunkt verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer 0203 2800 zu melden.