Im Vorfeld des NATO-Gipfels sind Gebäude mit der türkischen Flagge und NATO-Bannern geschmückt.

AUDIO: Selenskyj fordert bei Nato Gipfel mehr Unterstützung bei der Luftabwehr (2 Min)

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 07.07.2026 20:01 Uhr

19:55 Uhr

Kremlsprecher: Kiew wird von Europa zur Kriegsführung provoziert

Die Länder Europas drängen die Ukraine nach Ansicht von Kremlsprecher Dmitri Peskow zur Fortsetzung des Kriegs gegen Russland. „Die Europäer glauben immer noch, dass man Russland strategisch besiegen kann“, sagte Peskow in einem Interview der Schweizer „Weltwoche“.

Befürchtungen Europas über eine mögliche Eskalation des Ukraine-Kriegs zu einem Dritten Weltkrieg trat Peskow kategorisch entgegen. „Russland ist zu groß und verantwortungsvoll, um einen Dritten Weltkrieg auszulösen“, betonte er. (Quelle: dpa)

19:47 Uhr

Deutschland meldet Nato Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe

Deutschland hat der Nato erneut Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe gemeldet. Die Bundesregierung übermittelte für das laufende Jahr einen Betrag von 124,7 Milliarden Euro. Das geht aus Daten hervor, die das Verteidigungsbündnis zum Auftakt seines Gipfeltreffens in Ankara veröffentlichte. Mit der drastischen Steigerung ihrer Budgets reagieren alle europäischen Alliierten auf Forderungen von US-Präsident Trump nach einer faireren Lastenteilung, aber auch auf Russlands fortgesetzten Angriffskrieg gegen die Ukraine. (Quelle: dpa)

18:26 Uhr

IOC ebnet Weg für Russland bei den Olympischen Spielen

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Suspendierung des russischen Nationalen Olympischen Komitees (ROC) vorläufig aufgehoben. Somit könnten russische Mannschaften wieder bei internationalen Wettkämpfen starten, auch bei Olympia 2028. Ob russische Athleten dort wieder unter eigener Flagge und mit Nationalhymne antreten dürfen, sei jedoch noch nicht entschieden, teilte das IOC mit. (Quelle: Reuters)

14:36 Uhr

Selenskyj: Aufbau eines europäisches Raketensystems beschleunigen

Vor Beginn des Nato-Gipfels in Ankara hat sich Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj für den schnelleren Aufbau eines europäischen Raketenabwehrsystems ausgesprochen. „Europa braucht so schnell wie möglich ein erschwingliches, in Massenproduktion hergestelltes Raketenabwehrsystem“, sagte er. Außerdem warb er erneut für den Nato-Beitritt seines Landes. Das Thema ist innerhalb der Allianz nach wie vor umstritten.

13:17 Uhr

Ukraine: Russische „Schattenflotte“ im Asowschen Meer angegriffen

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben im Asowschen Meer acht Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte mit Drohnen ins Visier genommen. Bei dem nächtlichen Angriff seien zudem ein Frachtschiff und eine Fähre getroffen worden, teilte der ukrainische Drohnen-Kommandeur Robert Browdi auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. (Quelle: Reuters)

12:55 Uhr

Ukraine attackiert russische Rüstungsunternehmen

Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge zwei Rüstungsfabriken in der russischen Region Brjansk angegriffen. Bei einem der getroffenen Betriebe handelt es sich um Kremnij EL, einen Hersteller von Mikroelektronik und Zulieferer des russischen Militärs, wie der ukrainische Generalstab auf Telegram mitteilte. Zudem sei eine Chemiefabrik getroffen worden. Diese stellt den Angaben zufolge Schießpulver, Sprengstoff und Treibstoff für die Raketenproduktion her. (Quelle: Reuters)

10:24 Uhr

Selenskyj fordert Unterstützung für Abwehr ballistischer Raketen

Nach den jüngsten russischen Angriffen hat Ukraines Präsident Wolodymr Selenskyj mehr Unterstützung von den NATO-Partnern gefordert. Das einzige wirksame Mittel gegen Russlands ballistische Raketen seien Patriot-Systeme. Doch es mangelt an Munition und die Möglichkeit, Patriot-Raketen auch außerhalb der USA zu fertigen, sagen Militärexperten. Selenskyj hofft deshalb auf entsprechende Beschlüsse auf dem Nato-Gipfel. Mehr dazu im folgenden Beitrag:

09:05 Uhr

Update: Russland meldet massiven ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen massiven ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau abgewehrt. Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, die Ukraine habe mehr als 430 Drohnen in Richtung der russischen Hauptstadt geschickt. 36 Drohnen seien im Anflug auf Moskau abgeschossen worden, die übrigen bereits in größerer Entfernung.

Schäden meldeten unter anderem die grenznahe Region Belgorod und das Industriegebiet Kaluga südwestlich von Moskau. In der Region Belgorod ist den Behörden zufolge ein Mensch ums Leben gekommen. Eine zu Gazprom gehörende Röhrenfabrik sei in Flammen aufgegangen. In Kaluga hat es Medienberichten zufolge in einer Ölanlage gebrannt. (Quelle: dpa)

04:33 Uhr

Nato-Gipfel beginnt in Ankara

In Ankara beginnt heute der zweitägige Nato-Gipfel der Staats- und Regierungschefs. Im Mittelpunkt stehen die weitere militärische Unterstützung der Ukraine sowie die künftige Ausrichtung des Bündnisses. Erwartet werden auch Beratungen über das Verhältnis zu den USA, nachdem Präsident Donald Trump den europäischen Nato-Partnern zuletzt mangelnde Unterstützung im Krieg mit dem Iran vorgeworfen hatte.

Aus Deutschland nehmen Bundeskanzler Friedrich Merz, Außenminister Johann Wadephul und Verteidigungsminister Boris Pistorius teil. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird zu dem Gipfel erwartet. (Quelle: AFP)

03:27 Uhr

Selenskyj: Entscheidung im Ukraine-Krieg fällt in der Luft

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht die nächste entscheidende Phase des Krieges in der Luft. Im Interview mit der „Financial Times“ sagte er, die Ukraine habe Russland an Land und auf See erheblich unter Druck gesetzt. Nun werde der Luftraum zum wichtigsten Schauplatz. Besonders die Entwicklung von Langstreckendrohnen habe den Kriegsverlauf verändert und Russlands Militär geschwächt, sagte Selenskyj. (Quelle: dpa)

02:12 Uhr

Militärexperte: Russland will mit Angriffen Stärke demonstrieren

Der ukrainische Militärexperte Oleksandr Kowalenko sieht hinter den jüngsten russischen Raketen- und Drohnenangriffen auch politische Ziele. Die Angriffe sollten militärische Stärke demonstrieren und von den ausbleibenden Geländegewinnen Russlands ablenken, sagte er dem lettischen Fernsehen. Der Angriff kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara habe zudem zeigen sollen, dass das Bündnis den Krieg nicht stoppen könne. (Quelle: EBU)

01:07 Uhr

UN verurteilt russische Angriffe auf die Ukraine

Die Vereinten Nationen haben die jüngsten russischen Raketen- und Drohnenangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte scharf verurteilt. UN-Generalsekretär António Guterres rief erneut zu einer sofortigen, vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe auf.

UN-Sprecher Stéphane Dujarric erklärte, Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verstießen gegen das humanitäre Völkerrecht und müssten umgehend beendet werden. Nach Angaben der UN laufen Such- und Rettungsarbeiten, während Hilfsorganisationen Verletzte medizinisch und psychologisch versorgen. (Quelle: RTV)

00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 6. Juli 2026

Bei schweren russischen Angriffen auf die Region Kiew sind nach ukrainischen Behördenangaben mindestens 22 Menschen getötet worden. Dutzende weitere wurden verletzt. Nach Angaben der ukrainischen Streitkräfte griff Russland die Region mit 68 Raketen und 351 Drohnen an. Im Stadtgebiet von Kiew wurden demnach 15 Menschen getötet, sieben weitere im Vorort Wyschnewe. Auch aus Butscha nordwestlich von Kiew wurde ein Todesopfer gemeldet.

Video:
Schwere russische Angriffe vor NATO-Treffen (2 Min)

Die Ukraine griff zugleich Ziele tief in Russland an. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurden 519 ukrainische Drohnen abgeschossen. Der ukrainische Generalstab bestätigte einen Angriff auf die Erdölraffinerie in Omsk in Sibirien. Die Stadt liegt mehr als 2.400 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernt. Die Raffinerie gilt als größte Anlage dieser Art in Russland. Wegen Luftalarms wurde der Flughafen in Omsk zeitweise geschlossen.

Auch in weiteren russischen Regionen und in von Russland kontrollierten Gebieten wurden Angriffe gemeldet. Nach örtlichen Angaben wurden die Ostseehäfen Ust-Luga und Wysozk beschädigt. Ust-Luga zählt zu den wichtigsten russischen Exporthäfen für Öl. In der Region Kaluga südlich von Moskau geriet nach einem Drohneneinschlag ein Industriegelände in Brand. Das unabhängige Portal „Astra“ berichtete zudem von einem erneuten Angriff auf eine Raffinerie in Jaroslawl nördlich von Moskau.

00:00 Uhr

Ukraine-News am Dienstag, 7. Juli 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Nachrichten und Hintergründe

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Welche Strategien verfolgen die russische Angreifer, welche die ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen zu militärischen Aspekten des Ukraine-Kriegs vom ehemaligen Nato-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Russland führt Krieg gegen die Ukraine. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Ukraine-Krieg.