Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hatte Kanadas Premier Mark Carney eine mutige Vision entworfen, wie der Westen –eingekeilt zwischen Russland und China – mit einem irrlichternden Trump umgehen kann: Mittelmächte müssten sich auf ihre Stärken besinnen und Allianzen schmieden. Sitze man dagegen nicht am Verhandlungstisch, stehe man auf der Speisekarte. Diesen Worten ließ Carney nun Taten folgen: Kanada will zwölf U-Boote bestellen – nicht etwa beim langjährigen Lieferanten USA, sondern beim deutschen Bootsbauer TKMS. Mittelmächte strebten durch solche Partnerschaften nach größerer strategischer Autonomie, knüpft Carney explizit an seine Davos-Vision an. Der Milliarden-Auftrag aus Kanada ist damit eine dreifache Erfolgsstory.