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Dortmund – Für Rapper 18 Karat (39, bürgerlich Ivo Vieira Silva) rückt die Abschiebung nach Portugal immer näher. Die Stadt Dortmund hatte ihm das Recht entzogen, sich frei in Deutschland aufzuhalten. Dagegen legte er Beschwerde ein – ohne Erfolg. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Der portugiesische Staatsangehörige sitzt derzeit wegen mehrerer Betäubungsmittelstraftaten eine Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten ab. Die Stadt Dortmund hatte ihm das unionsrechtliche Freizügigkeitsrecht (Aufenthaltsrecht als EU-Bürger) aberkannt, ihn zur Ausreise aufgefordert und die Abschiebung nach Portugal angedroht.

Gericht glaubt nicht an Kehrtwende

Mit seinen Argumenten konnte der Rapper die Richter nicht überzeugen. Weder der Verweis auf seine Familie und sein noch sehr junges Kind noch sein gutes Verhalten im Gefängnis räumten nach Ansicht des Gerichts die Gefahr weiterer erheblicher Straftaten aus. Auch die Haft ändere nichts am öffentlichen Interesse an der sofortigen Vollziehung. Ein gutes Verhalten hinter Gittern lasse nicht automatisch auf eine dauerhafte Verhaltensänderung schließen.

Maya Vieiria Silva mit ihrem Mann, dem Rapper 18 Karat

Maya Vieiria Silva mit ihrem Mann, dem Rapper 18 Karat

Foto: @fotograf_breitkreuz_olga/Instagram

Verurteilung wegen Drogenhandels

18 Karat war im Dezember 2022 rechtskräftig zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Nach den damaligen Feststellungen hatte er gemeinsam mit Komplizen bis zu 17 Kilogramm Marihuana aus dem Ausland nach Deutschland geschmuggelt.

Seine Frau Maya hatte sich zuletzt gegen die drohende Abschiebung ausgesprochen. Sie sagte zu BILD: „Seine Resozialisierung im Gefängnis läuft super. Er hält sich an alles, er hat nie Probleme.“ Gegen die Entscheidung kann er im Eilverfahren nichts mehr unternehmen.