
AUDIO: Waldbrände in Thüringen unter Kontrolle (1 Min)
Feuerwehrmann verletzt
Stand: 07.07.2026 20:26 Uhr
Im Saale-Orla-Kreis und nahe Gräfenthal in Thüringen sind zwei Waldbrände nach umfangreichen Löscharbeiten unter Kontrolle bzw. gelöscht. Starker Wind hatte beide Feuer rasch ausgebreitet und die Arbeit der Einsatzkräfte erschwert. Insgesamt waren über 200 Feuerwehrleute und Helfer beteiligt, unterstützt von Drohnen und Wärmebildkameras. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt. Die Autobahn A9 ist teilweise weiterhin gesperrt. Die Brandursachen sind noch ungeklärt.
Der Waldbrand bei Zollgrün im Saale-Orla-Kreis ist unter Kontrolle. Wie die Feuerwehr mitteilte, konnte eine weitere Ausbreitung der Flammen gestoppt werden. Derzeit konzentrieren sich die Feuerwehrleute auf umfangreiche Nachlöscharbeiten und die Suche nach Glutnestern.
Das Feuer war am Dienstagnachmittag als Böschungsbrand an der A9 zwischen den Anschlussstellen Gefell und Schleiz ausgebrochen. Durch starken Wind breitete es sich rasch auf ein angrenzendes Waldgebiet aus. Nach Angaben des Landratsamtes waren zeitweise rund neun Hektar Waldfläche betroffen.

Am Rande der A9 brannte eine Böschung.
Feuerwehrmann bei Löscharbeiten verletzt – A9 weiter teilweise gesperrt
Rund 100 Feuerwehrleute aus dem Saale-Orla-Kreis waren im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Helfern des Katastrophenschutzes, des DRK und der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit Wärmebildkameras und Drohnen wird das Gebiet weiterhin kontrolliert, um versteckte Glutnester aufzuspüren. Diese könnten durch den starken Wind teilweise weit getragen worden sein.
Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Er wurde von einem herabfallenden Ast getroffen und war kurzzeitig bewusstlos. Nach Angaben der Feuerwehr geht es ihm inzwischen wieder gut. Die A9 bleibt in Fahrtrichtung Berlin zwischen Bad Lobenstein und Schleiz weiterhin gesperrt. Die Fahrtrichtung München ist wieder frei. Die Ursache des Brandes ist nach wie vor unklar. Die Feuerwehr schließt unter anderem einen technischen Defekt an einem Fahrzeug als Auslöser nicht aus.
Brand zwischen Lichtenhain und Gräfenthal gelöscht
Ein zweiter Waldbrand bei Lichtenhain nahe Gräfenthal im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist inzwischen gelöscht. Nach Angaben der Feuerwehr war der Brand am Dienstagnachmittag gemeldet worden. Eine weithin sichtbare Rauchsäule stand zeitweise über dem Waldgebiet. Nach ersten Messungen mit einer Drohne war rund ein Hektar Waldfläche an einem Hang betroffen.

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Die Löscharbeiten wurden zunächst durch starken böigen Wind erschwert, der das Feuer immer wieder anfachte. Auch die Löschwasserversorgung war den Angaben nach herausfordernd. Um ausreichend Wasser an die Einsatzstelle zu bringen, wurde eine mehr als zwei Kilometer lange Schlauchleitung vom Dorfteich in Lichtenhain in das Waldgebiet verlegt. Das Wasser kam aus dem 15 Kilometer entfernten Oelschnitzsee in Oberfranken (Ortsteil Windheim). Zusätzlich transportierten Tanklöschfahrzeuge Wasser aus dem Windheim heran.
Die Ursache des Brandes ist bislang unklar. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Der Brandort liegt nur wenige Kilometer von Gösselsdorf auf der Saalfelder Höhe entfernt, wo im vergangenen Sommer ein Großbrand auf rund 82 Hektar Waldfläche gewütet hatte. Mehr als 120 Feuerwehrfrauen und -männer mit 51 Fahrzeugen waren zwischenzeitlich im Einsatz. Unterstützung kam auch aus den Landkreisen Sonneberg und Kronach in Bayern.
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MDR (caf)/dpa