Oerlinghausen. In den Sommerferien lädt das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen immer montags von 15 bis 17 Uhr zu abwechslungsreichen Mitmachangeboten ein. Kinder und Jugendliche können dabei Techniken aus Steinzeit, Bronzezeit und römischer Antike kennenlernen und selbst ausprobieren – vom Bau einer Nussschleuder über römische Spiele bis hin zu Wachstafeln und Steinzeitmessern.

Alle Angebote beginnen um 15 Uhr an der Museumskasse und dauern bis 17 Uhr. Eine telefonische Voranmeldung unter (05202) 2220 oder per Mail an info@afm-oerlinghausen.de ist erforderlich. Für einige Angebote fallen zusätzlich zum Museumseintritt Materialkosten an.

Zum Auftakt der Sommerferien geht es in die Steinzeit. Die Teilnehmer bauen ihre eigene Nussschleuder – ein einfaches, aber wirkungsvolles Werkzeug, das in ähnlicher Form schon in der Steinzeit zum Jagen kleiner Beute und zur Verteidigung genutzt wurde.

Schon in der römischen Antike wurde das Mühlespiel gern gespielt. Das Spielbrett konnte in Stein geritzt, auf Holz oder einfach in den Boden gezeichnet werden. Die Teilnehmer bauen ihr eigenes römisches Mühlespiel: mit einem kleinen Ledersäckchen als Spielbrett und Glassteinen als Spielfiguren. Zusätzlich können römische Nusswurfspiele ausprobiert werden.

Spiralen gehören zu den typischen Schmuckformen der Bronzezeit. In vielen bronzezeitlichen Hortfunden finden sich Armringe, Anhänger oder Zierelemente aus spiralförmig gedrehtem Metalldraht. Hier entstehen aus Draht Spiralringe, Anhänger oder kleine Schmuckstücke zum Mitnehmen.

Wie lebten die Menschen in der Mittelsteinzeit? Welche Pflanzen prägten ihre Umgebung? Die Teilnehmer gestalten ein kleines Stück Steinzeit für zuhause: In einem Einmachglas entsteht eine Miniatur-Landschaft mit Moos, Stein, Erde und einer bemalten Rundhütte.

Speerschleudern gehören zu den frühen technischen Erfindungen der Menschheit. Schon in der Eiszeit nutzten Jäger sie, um große Tiere wie Rentiere oder Mammuts aus sicherer Entfernung zu erlegen. Die Teilnehmer können ausprobieren, wie diese faszinierende Jagdtechnik funktioniert. Wer trifft das Rentiermodell?

Wachstafeln wurden schon in der römischen Antike für Notizen, Briefe, Rechnungen oder Schreibübungen genutzt. Mit einem Griffel konnte man Zeichen in das Wachs ritzen und die Oberfläche anschließend wieder glätten. Die Teilnehmer bauen eine Wachstafel und probieren aus, wie das Schreiben darauf funktioniert.

Wie schnitten die Menschen in der Steinzeit Fleisch, Holz oder Pflanzen? Kinder und Jugendliche erfahren, wie unsere Vorfahren Werkzeuge herstellten. Schritt für Schritt wird ein eigenes Steinzeitmesser mit Feuersteinklinge und Holzgriff gebaut – ganz ohne Metall.