Betrieb erst zum Monatsende

Sanierung zwischen Nürnberg-Regensburg verzögert sich weiter

Aktualisiert am 07.07.2026 – 18:26 UhrLesedauer: 2 Min.

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An der Bahnstrecke laufen umfangreiche Bauarbeiten: Bis zu 2.000 Arbeiter sind dort im Einsatz. (Quelle: Armin Weigel/dpa)

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Es wird schlimmer, bevor es besser wird: Ab 10. Juli sollten Reisende wieder zwischen Nürnberg und Regensburg fahren können. Die Inbetriebnahme verschiebt sich nun auf Ende Juli.

Zur Halbzeitbilanz Ende April hieß es noch: Ab 10. Juli fahren die Züge wieder zwischen Nürnberg und Regensburg. Nun teilte die Deutsche Bahn mit, dass die Bauarbeiten sich weiter verzögern. Neuer Eröffnungstermin ist demnach der 31. Juli.

Ende April teilte die Bahn noch mit, dass man sich im Zeitplan befände. Während der Streckensperrung fuhren keine Züge zwischen den beiden Großstädten, Fahrgäste mussten auf SEV-Busse umsteigen.

Ersatzbusse sind bislang pünktlicher als einige Bahnlinien

Nach anfänglichen Problemen und Anpassungen im Fahrplan seien die Ersatzbusse zu 96 Prozent pünktlich, teilte die Bahn im April mit. Lediglich eine von 200 Verbindungen sei im Schnitt ausgefallen. Damit führen die Busse deutlich zuverlässiger als Züge auf mehreren Linien im Freistaat.

Um nicht ortskundigen Reisenden den Weg zu den Haltestellen der purpurfarben lackierten Busse zu zeigen, sind an größeren Bahnhöfen Mitarbeiter der Busfirmen und Bahnunternehmen im Einsatz.

SchienenersatzverkehrVergrößern des BildesEiner der Ersatzbusse (Archivbild): Sie ersetzen die Züge während der Bauarbeiten. (Quelle: Armin Weigel/dpa/dpa-bilder)

Nächste Vollsperrung steht schon bevor

Die erste sogenannte Korridorsanierung der Bahn in Bayern läuft seit Februar. Statt viele einzelne Baustellen im laufenden Betrieb zu planen, soll die viel befahrene Strecke während der nun fast sechsmonatigen Vollsperrung somit umfangreich erneuert werden. Somit sollen die Züge dort langfristig zuverlässiger fahren können, mit weniger Störungen und Verspätungen. Zusätzlich laufen an 20 Haltestellen entlang der Strecke Bauarbeiten.

Auf der Route sind laut Bahn täglich normalerweise mehr als 350 Fern-, Regional- und Güterzüge unterwegs. Noch während des Endspurts der Arbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg soll die Korridorsanierung auf einem zweiten Abschnitt beginnen: zwischen Obertraubling und Passau. Dort werden die Gleise seit Mitte Juni bis zum 12. Dezember gesperrt – so zumindest die Planung der Bahn. Auch auf dieser Route müssen Reisende auf Ersatzbusse umsteigen.

Nicht alles wird neu an der Strecke

Die Erneuerung mancher Brücken bleibt laut Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) wegen aufwendiger Vorplanungen jedoch vorerst ausgespart. Gleiches gilt für die Digitalisierung der Infrastruktur. Er könne daher nicht versprechen, dass Fahrgäste nach den Vollsperrungen in den kommenden Jahren von weiteren Bauarbeiten verschont blieben, sagte der CSU-Politiker.

Doch zwischen Nürnberg und Passau würden jetzt insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro investiert – und alle Arbeiten einzeln zu planen, würde „wahrscheinlich 15 Jahre dauern“. Die Zeit habe man schlicht nicht. Deshalb gelte jetzt: „ein Jahr die Zähne zusammenbeißen“, sagte Bernreiter.