Die Ukraine braucht nach eigenen Angaben dringend Nachschub für ihre Luftabwehr. Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte am Dienstag unmittelbar vor dem Nato-Gipfel in Ankara „mehr Entschlossenheit“ bei der Versorgung seines Landes. Die „oberste Priorität“ der Ukraine sei derzeit, „mehr Luftabwehrraketen zu bekommen“, sagte Selenskyj auf dem Nato-Rüstungsforum in der türkischen Hauptstadt.
Ukraine schließt weitere Drohnen-Abkommen
Die Ukraine schließt nach eigenen Angaben am Rande des Nato-Gipfels in Ankara drei weitere Drohnen-Abkommen mit Dänemark, Estland und den Niederlanden ab. Damit steige die Zahl dieser Vereinbarungen auf neun, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj. Sein Land gebe dabei die im Krieg gegen Russland gewonnene Expertise weiter. Zudem sei es das Hauptziel der Ukraine bei dem Treffen in der türkischen Hauptstadt, weitere Luftverteidigungssysteme zu erhalten.
Selenskyj fordert von Nato „mehr Entschlossenheit“ bei Flugabwehr der Ukraine
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat von den Nato-Ländern „mehr Entschlossenheit“ bei der Versorgung seines Landes mit Flugabwehrfähigkeiten gefordert. Die „oberste Priorität“ der Ukraine sei derzeit, „mehr Flugabwehrraketen zu bekommen“, sagte Selenskyj auf dem Nato-Rüstungsforum in Ankara am Dienstag. „Alles andere sind wir in der Lage, selbst zu leisten“, betonte er.
„Wenn es um die Luftverteidigung geht, brauchen wir den entschlossenen Willen unserer Partner“, sagte Selenskyj. „Bitte sorgen Sie dafür, dass mehr Entschlossenheit und mehr Entscheidungen für die Luftverteidigung zu den wichtigsten Ergebnissen dieses Nato-Gipfels in Ankara gehören“, fuhr er fort.
Zudem riet er den Nato-Alliierten zu schnelleren Vorbereitungen auf eine Kriegsführung mit und gegen Drohnen. Zugleich rief er auf dem Rüstungsforum der Nato beim Gipfeltreffen in Ankara auf, sich an einer Initiative zur gemeinsamen Produktion unbemannter Systeme zu beteiligen. Drohnen und die Technologie der Kampfführung auf Entfernung bedeuteten einen revolutionären Wandel in der Kriegstechnik, sagte er. Ukrainische Rüstungsunternehmen zählten dabei nun zu den stärksten in Europa und hätten sich im modernen Krieg bewährt.
Ukrainische Drohnen-Einheit stoppt Sprit-Nachschub für die Krim
Die ukrainische Armee hat im Schwarzen Meer acht Schiffe der russischen Schattenflotte mit Drohnen attackiert und am Anlegen auf der Halbinsel Krim gehindert. Das berichtete die Zeitung „Kyiv Post“ unter Berufung auf Kiews Militär.
„Die russische Schattenflotte verlässt die Bühne“, erklärte der Drohnenkommandant Robert Brovdi. Er fügte hinzu: „Der Kampf um die Treibstoffversorgung der Krim im Asowschen Meer geht weiter.“