Zuerst veröffentlicht am 08/07/2026 – 13:44 MESZ•Zuletzt aktualisiert
13:57
In Spanien angebaute Erdbeeren gehören EU-weit zu den am wenigsten mit Pestiziden belasteten. Das geht aus einer heute veröffentlichten Studie von PAN Europe und mehreren NGOs hervor, die Erdbeerproben in elf Ländern untersucht haben.
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Europaweit enthalten 88 % der untersuchten Erdbeeren Rückstände von Pestiziden. 58 % sind mit PFAS belastet, den sogenannten „Ewig-Chemikalien“, weil sie im Körper und in der Umwelt kaum abgebaut werden. Mehr als die Hälfte der nachgewiesenen Wirkstoffe zählt zu den gefährlichsten in der EU zugelassenen Pestiziden, den sogenannten Substitutionskandidaten, die seit 2011 schrittweise vom Markt verschwinden sollten.
Spanische Erdbeeren am wenigsten belastet
Spanien liegt deutlich unter diesem Durchschnitt. Im Bericht fanden die Fachleute nur zwei Pestizide in einer der zwei untersuchten Proben aus konventionellem Anbau. Beide sind zugelassen und lagen unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte.
In Spanien und im übrigen Europa waren alle untersuchten Bio-Erdbeeren vollständig rückstandsfrei. Das stützt die Einschätzung, dass der Griff zu Bio die sicherste Option gegen diese Schadstoffe bleibt.
Nicht nur Bio-Erdbeeren kommen ohne Pestizide aus. Auch ein hoher Anteil der konventionell angebauten Früchte ist unbelastet. Das zeige, dass Spanien ohne Pestizide anbauen könne und müsse, sagt Kistiñe García, Koordinatorin der Arbeitsgruppe für Schadstoffe bei Ecologistas en Acción.
Die Autorinnen und Autoren des Berichts sehen in den Ergebnissen einen Beleg dagegen, die Pestizidvorschriften zu lockern. Sie fordern, die bestehenden Regeln strenger durchzusetzen.
„Halbsklaverei“ bei Arbeiterinnen im Sektor
Koldo Hernández, Koordinator für den Bereich Wasser der Organisation, verweist außerdem auf weitere Folgen des intensiven Erdbeeranbaus. Dazu zählen der hohe Wasserverbrauch und die Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen in dem Sektor, die er als Halbsklaverei bezeichnet.