Nach dem Fall von sexuellem Missbrauch eines Ponys auf dem Gnadenhof im Duisburger Stadtteil Rheinhausen hat die Tierrechtsorganisation Peta nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt. Das Geld soll für Hinweise gezahlt werden, die zur Verurteilung des bislang noch unbekannten Täters führen. Das kündigte Peta am Mittwoch an.
Die grausame Tat hatte sich in der Nacht zu Sonntag, also am 5. Juli, gegen 2.30 Uhr auf dem Hof an der Fährstraße ereignet. Die Besitzerin des Ponys bemerkte am folgenden Nachmittag, dass ihr Pony Schmerzen hatte und sich ungewöhnlich verhält. Deshalb wurden dann die Aufnahmen einer Überwachungskamera angeschaut. Die sollen zeigen, wie ein Mann auf das Gelände kommt und sexuelle Handlungen an dem Pony vornimmt.
Die Polizei ermittelt nun wegen Hausfriedensbruchs und einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ein. Zeugen, die rund um den Tatzeitpunkt verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0203 2800 bei der Polizei Duisburg zu melden. Peta teilt mit, Hinweise würden für die Belohnung auch anonym entgegen genommen.
„Das Pony muss unvorstellbares Leid erfahren haben – nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Bitte helfen Sie mit, den Täter schnellstmöglich zu finden und diese grausame Tierquälerei aufzuklären“, so Peta. Die Organisation weist darauf hin, dass sexuelle Übergriffe auf Tiere kein Einzelfall seien. Peta fordert deshalb ein behördliches Register, in dem entsprechende Taten sowie bereits überführte Tierquäler erfasst werden.
Der betroffene Gnadenhof in Bergheim nimmt unter anderem Pferde, Esel und Ponys aus schlechter Haltung auf. Der Betreiber hatte am Dienstag erklärt, zunächst die Ermittlungen der Polizei abwarten zu wollen. Aufgrund der Videoaufnahmen geht er aber davon aus, dass der Täter identifiziert werden kann.