Fünf Tage nach dem 6:0-Erfolg in Monheim hat Fortuna auch die zweite Pflichtaufgabe im Testspielsommer souverän gelöst. Der Drittligist feierte beim Oberligisten SC St. Tönis vor rund 1400 Zuschauern einen 5:0-Erfolg. Vor dem Seitenwechsel trafen Elias Egouli und Fabian Schleusener. Lasse Rieß stand nach zwei Trainingseinheiten in Düsseldorf erstmals in einem Testspiel zwischen den Pfosten. Steven van der Sloot kam einmal mehr als Rechtsverteidiger zum Einsatz. Während Elias Egouli und Dominique Heintz die Innenverteidigung bildeten, kam Sascha Risch über die linke Seite. Matthias Zimmermann kam wie bereits in Monheim im zentralen Mittelfeld zum Einsatz, der Routinier hielt Miguel Goncalves und Jorrit Hendrix den Rücken frei. Jomaine Consbruch spielte auf der Zehnerposition hinter dem Doppelsturm Fabian Schleusener und Jordi Paulina.
Schon vor seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 hatte Schleusener eine hundertprozentige Chance – aus kurzer Distanz scheiterte er an dem gut aufgelegten Heimtorhüter Simon Sell. Vier Minuten später gingen die Gäste dann in Führung – in der 16. Minute kam Elias Egouli nach einem der zahlreichen Eckbälle für Fortuna aus vier Metern zum Abschluss. Den Hausherren war es zuvor nicht gelungen, entscheidend zu klären. Der aktivste Spieler in der ersten Halbzeit war aber zweifelsohne Steven van der Sloot, der offensiv zu den präsentesten Spielern zählte, gleichzeitig aber auch seine Seite defensiv gut im Griff hatte. Der Niederländer ließ die Düsseldorfer Fans dann auch in der 19. Minute jubeln, wurde dann aber vom Schiedsrichter zurückgepfiffen. Der Unparteiische hatte vor dem Kopfball von van der Sloot in die linke Ecke eine Abseitsposition erkannt.
Schleusener auch gegen St. Tönis treffsicher
In der Folge häuften sich die Abschlüsse für die Gäste. Erst scheiterte Consbruch mit einem Freistoß aus rund 26 Metern, dann tauchte Paulina gleich mehrfach in vielversprechender Position vor Sell auf. Vor dem Seitenwechsel gelang es Fortuna aber noch, den zweiten Treffer nachzulegen. Nach einer guten Flanke von Rechtsverteidiger van der Sloot gelang es Schleusener, Sell aus kurzer Distanz zu bezwingen. Der Gegenspieler des ehemaligen Karlsruhers kam einen Schritt zu spät – das reichte dem Torjäger, um entscheidend zu entwischen. Die finale gefährliche Aktion der ersten Halbzeit entstand dann wieder über van der Sloots rechte Seite.
Zur zweiten Hälfte wechselte Alexander Ende auf zehn Positionen. Rieß stand weiterhin zwischen den Pfosten. In der Viererkette übernahm Kaden Amaniampong diesmal auf der linken Seite, im Zentrum bekam Levi Mentzel diesmal seine Chance. Neben ihm spielten Tim Oberdorf und Hamza Anhari auf der ungewohnten Rechtsverteidigerposition. Im Mittelfeld setzte Ende einmal mehr auf Elias Arden, neben ihm Debütant Yassine Bouchama. Die Halbpositionen übernahmen Kilian Sauck und Anas Slimani. Eric Hottmann und Mechak Quiala Tito bildeten den Doppelsturm.
Quiala Tito war es auch, der sechs Minuten nach Wiederanpfiff für den dritten Treffer der Düsseldorfer sorgte. Nach einem groben Fehler der Hausherren war der Angreifer zur Stelle. Nach einer sehenswerten Ablage von Hottmann kam Anhari in der 57. Minute zum Abschluss. Sein Rechtsschuss mit dem Außenrist ging aber knapp am Tor vorbei. Hottmann umkurvte in der 66. Minute den gegnerischen Schlussmann und erhöhte auf 4:0. Kurz vor Schluss musste Ende noch einmal umstellen. Quiala Tito konnte nach einem Foul nicht weiterspielen, für ihn kam Noah Egouli. Hottmann verschoss in der 84. Minute noch einen Elfmeter. Den schönsten Moment des Abends gab es dann in der 87. Minute. Arden entschied sich nach einer Anhari-Ecke, mit vollem Risiko zum Volleyschuss anzusetzen. Das gelang mustergültig, der Ball schlug im Eck ein. Es war der Schlusspunkt eines aus Fortuna-Sicht gelungenen Abends.