Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Selenskyj spottet mit Aussage über Moskau
Aktualisiert am 08.07.2026 – 23:14 UhrLesedauer: 13 Min.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beim Nato-Gipfel in Ankara. (Quelle: Alex Brandon)
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Der ukrainische Präsident macht sich über Russland lustig. Die Spritkrise in Russland verschärft sich. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Russland kritisiert Nato-Zusagen an die Ukraine
Russland hat die Zusagen des Nato-Gipfels an die Ukraine als „verantwortungslos“ verurteilt. Die europäischen Staaten bereiteten sich „auf einen bewaffneten Konflikt mit Russland vor“, erklärte das russische Außenministerium am Mittwochabend in Moskau. Es warf den Mitgliedsländern des Militärbündnisses „verantwortungslose Entscheidungen vor, die in eine Katastrophe münden könnten“.
Die europäischen Staaten konzentrierten sich auf eine „Militarisierung des europäischen Kontinents“, hieß es in der Erklärung des russischen Außenministeriums weiter.
Selenskyj spottet: Zu viele ukrainische Drohnen in Moskau
Bei einem Treffen mit US-Präsident Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara hat sich der ukrainische Präsident Selenskyj einen Seitenhieb gegen Russland erlaubt. Von Trump gefragt, ob er für Friedensgespräche nach Moskau reisen würde, erwiderte Selenskyj spöttisch: „Das ist schwierig. Es gibt viele ukrainische Drohnen dort.“ Die Ukraine hat ihre Fernangriffe mit Drohnen gegen Ziele in Russland zuletzt massiv ausgeweitet und dabei auch die Hauptstadt Moskau angegriffen. Mit Drohnenschlägen gegen Raffinerien hat die Ukraine eine Treibstoffkrise in Russland ausgelöst.
Der US-Präsident zeigte sich dennoch überzeugt, dass es zu Gesprächen zwischen Kiew und Moskau kommen werde. „Etwas Positives wird passieren“, sagte Trump bei dem Treffen mit Journalisten. Auch eine Reise in die Ukraine schloss Trump nicht aus.
„Ja, würde ich“, antworte Trump auf die Frage, ob er nach Kiew kommen würde. Zugleich fügte er hinzu, dass er dies lieber nach einem Ende des Krieges tun würde: „Ich hätte lieber, dass der Krieg vorbei ist“, so Trump. Sein Sicherheitsteam wäre von einer Reise während des Krieges auch wohl kaum begeistert, fügte er mit ironischem Unterton hinzu. Kiew sei aber auf jeden Fall eine „wunderschöne Stadt“.
Russland stoppt Export von Diesel wegen Treibstoffkrise
Während Kremlchef Putin die Treibstoffkrise in Russland als vorübergehend einstuft, hat die Regierung in Moskau den Export von Diesel gestoppt und mit der Einfuhr von Kraftstoffen begonnen. „Heute haben wir den Export von Diesel verboten, was uns erlaubt, die Lieferungen auf den Binnenmarkt zu erhöhen“, sagte Russlands Vizeregierungschef Alexander Nowak auf einer von Putin einberufenen Sitzung zur Lage im Energiesektor.

