Bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) wird ab Donnerstag, 30. Juli, das Angebot auf den Tram-Linien 1 bis 5, der S2 sowie auf mehreren Buslinien reduziert. Vor allem frühmorgens und abends werden Taktanpassungen vorgenommen. Grund dafür sind Sparmaßnahmen der Stadt Karlsruhe. Die Anpassungen sind auf zwei Jahre befristet.

Die Grüne-Fraktion Rheinstetten zeigt sich über die Fahrplankürzungen „entsetzt“. In einem Schreiben vom 8. Juli kritisieren sie das Vorgehen des Landratsamts und der KVV scharf.

Straßenbahnlinien 1 bis 5 und S2 von Kürzung betroffen

Auf den Tram-Linien 1 bis 5 sowie der S2 beginnt montags bis freitags der 10-Minuten-Takt künftig erst um 6 Uhr statt um 5.30 Uhr. Abends erfolgt der Wechsel vom 10-Minuten-Takt auf den 20-Minuten-Takt nun bereits um 19 Uhr statt bisher um 20 Uhr.

U-Bahn, Straßenbahn, Tram in Karlsruhe 2025. (Symbolbilder)

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U-Bahn, Straßenbahn, Tram in Karlsruhe 2025. (Symbolbilder)
Foto: Thomas Riedel

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U-Bahn, Straßenbahn, Tram in Karlsruhe 2025. (Symbolbilder)
Foto: Thomas Riedel

Sonntags wird vom 30-Minuten-Takt auf den 20-Minuten-Takt erst um 12 Uhr umgestellt statt um 9 Uhr. Außerdem fahren die Bahnen täglich ab 23 Uhr nur noch alle 30 statt alle 20 Minuten.

Mehrere Buslinien von Taktänderung betroffen

Ab dem 30. Juli kommt es nicht nur unter der Woche, sondern auch an den Wochenenden auf mehreren Bus-Linien der VBK zu Taktanpassungen. Folgende Linien sind betroffen:

Linie 21, Linie 22 (wird samstags eingestellt und durch Anruflinientaxis ersetzt), Linie 23, Linie 24, Linie 26, Linie 30, Linie 31, Linie 32, Linie 42, Linie 47, Linie 50, Linie 62, Linie 70, Linie 71 und Linie 73.

Busse KVV

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Busse KVV
Foto: Paul Gärtner/KVV

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Busse KVV
Foto: Paul Gärtner/KVV

Drei Buslinien werden gekürzt

Die Buslinien 72, 74 und 75 werden größtenteils durch Anruflinientaxis ersetzt und können von Fahrgästen als Ersatz gebucht werden. Nur einzelne Fahrten morgens und mittags nach Schulschluss bleiben als reguläre Busverbindungen für Schüler bestehen.

Grüne-Fraktion Rheinstetten ist „entsetzt“

Wir sind von dieser Entscheidung überrumpelt und über den Umgang mit der Stadt Rheinstetten entsetzt“, erklärt die Grüne-Fraktion Rheinstetten am 8. Juli. Die angekündigte Fahrplankürzung der S2 betrifft Rheinstetten unmittelbar.

Besonders kritisiert die Fraktion die aus ihrer Sicht mangelhafte Kommunikation mit den zuständigen Stellen – und ein dadurch beschädigtes Vertrauensverhältnis zwischen Landratsamt, KVV sowie den betroffenen Städten und Gemeinden. Weder die Stadtverwaltung noch der Gemeinderat seien in die Entscheidung einbezogen worden. Stattdessen sei die Stadt lediglich per Schreiben informiert worden.