Wie funktioniert die Quanten-Inspektion?

Die Technologie von Quantum Diamonds klingt nach Science-Fiction, ist aber bereits Realität. Das Unternehmen nutzt künstlich hergestellte Diamanten, die absichtlich winzige atomare Baufehler aufweisen. Diese Fehler reagieren extrem empfindlich auf magnetische Felder. Da jeder fließende Strom ein Magnetfeld erzeugt, funktioniert das System wie ein hochempfindliches Quanten-Mikroskop: Es macht die Ströme im Inneren des Chips sichtbar, ohne diesen zu zerstören. Fehler im Nanobereich können so in Sekundenschnelle präzise in Lage und Tiefe geortet werden.

Mit dem Geld aus der Finanzierungsrunde wollen die Gründer Kevin Berghoff (CEO) und Fleming Bruckmaier (CTO) das Ingenieursteam in München innerhalb des nächsten Jahres mehr als verdoppeln. Derzeit beschäftigt das Start-up erst 70 Mitarbeiter. Zudem fließt Geld direkt in die Heimatregion: Noch in diesem Jahr soll der erste Abschnitt einer neuen, insgesamt 152 Millionen Euro teuren Produktionsstätte in München eröffnet werden.