Mitarbeiter von VW-Zulieferern demonstrieren vor dem Werktor bei VW Zwickau.

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Drohender Arbeitsplatzabbau

von MDR SACHSEN

Stand: 09.07.2026 10:16 Uhr

Beschäftigte von Volkswagen in Sachsen wollen am Donnerstag gegen die Kahlschlagspläne des Konzerns protestieren. Wie die IG Metall mitteilte, sind auch Aktionen vor dem VW-Werk in Zwickau-Mosel, am Motorenwerk Chemnitz, an der früheren VW-Manufaktur in Dresden und bei dem zum VW-Konzern gehörenden Porsche-Werk in Leipzig geplant. Der bundesweite Protesttag sei ein klares Signal an den Vorstand gegen „Kahlschlagpläne“. Die Gewerkschaft warf der Konzernspitze vor, Versäumnisse auf dem Rücken der Beschäftigten abzuladen.

Ostbeauftragte warnt vor Aus in Zwickau

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), warnte den Volkswagen-Konzern vor einer Schließung des Werks in Zwickau. Sie sagte der „Leipziger Volkszeitung“, die Folgen wären fatal und würden die ostdeutsche Automobilindustrie insgesamt treffen. Schon jetzt sorge die Diskussion für enorme Verunsicherung in der Region. Kaiser erwartet demnach von Volkswagen eine klare Zukunftsperspektive für die betroffenen Standorte.

Aufsichtsrat berät über Einsparungen

Hintergrund der Proteste ist eine Aufsichtsratsitzung bei Volkswagen am Donnerstagnachmittag. Dort soll über Einsparungen beraten werden. Medienberichten zufolge könnten weltweit bis zu 100.000 Stellen wegfallen und mehrere Werke in Deutschland geschlossen werden, darunter das Zwickauer Werk mit seiner Produktion von Elektromodellen.

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MDR (jhe/mis/ahi/wim)/reuters

Dieses Thema im Programm:

MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | Nachrichten | 09.07.2026 | 07:00 Uhr