Im August 2025 hatte sich der Berliner Fritzbox-Hersteller AVM in Fritz umbenannt. Die Umfirmierung wird von einigen Nutzer:innen jetzt auch als Erklärung für eine neue Datenvereinbarung herangezogen, die Fritz mit dem Update auf FritzOS 8.25 vorgelegt hat. Allerdings wird in dem Vertrag dezidiert auf den EU Data Act verwiesen. Aber was steht eigentlich drin?

Fritzbox: Hinweise zur Verwendung von Gerätedaten

In einem Fritzbox-Subreddit kann man die Nutzungsvereinbarung einsehen. Demnach geht es vor allem um die Verwendung von Gerätedaten durch Fritz „zur Verbesserung, Wartung und Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Anbieterdienste, sowie zur Fehleranalyse und Produktweiterentwicklung“. Zu diesen Daten gehören unter anderem Meta-, Support- und Diagnosedaten, aber auch etwa Smarthome-Daten.

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Laut Reddit-Nutzer:innen lassen sich die einzelnen Punkte zwar ablehnen. Fritz weist aber darauf hin, dass das zur Einschränkung von Funktionen führen kann. Manche Funktionen könnten bei einem Opt-out der entsprechenden Punkte in der Nutzungsvereinbarung auch „gar nicht zur Verfügung stehen“, wie es in dem Vertrag heißt. Laut einzelnen Kommentaren von Nutzer:innen, die die Vereinbarung abgelehnt haben wollen, seien bisher aber noch keine Einschränkungen aufgetaucht.

Diagnose- und Wartungsfunktionen irritieren Fritzbox-Nutzer

Datenschutzaffine Nutzer:innen zeigen sich derweil insbesondere von den Diagnose- und Wartungsfunktionen irritiert, wie Deskmodder schreibt. Im Bedarfsfall behält sich Fritz hier das Recht vor, technische Diagnosedaten zu erheben. Das kann etwa bei Fehlern oder dem Verdacht missbräuchlicher Nutzung der Fall sein.

Dann könnten Geräte-ID, Firmware-Version, Provider, Konfigurationsdetails und Informationen zu angeschlossenen Geräten an Fritz gesendet werden. Die Funktion „Diagnose und Wartung“ macht es zudem möglich, dass Fritz-Geräte zu Diagnosezwecken erreicht werden. Zudem könne dann laut Deskmodder ein zufällig ausgewählter, zugriffsgeschützter Port zur Kommunikation mit dem Produkt geöffnet werden.

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Fritz setzt wohl EU Data Act um

Einem Bericht von boerse-express.com zufolge dürften die insgesamt 25 neuen Nutzungsbestimmungen als Reaktion auf den EU Data Act zu werten sein. Fritz sei das „erste große Unternehmen“, das seine Regeln entsprechend aktualisiere.


Winzip

Software-Nostalgie: Kennt ihr diese Programme noch?

Statt der Ankündigung einer potenziellen neuen Datensammel-Offensive käme Fritz mit der neuen Nutzungsvereinbarung dann lediglich seinen Transparenzpflichten nach. Dazu gehört auch der Hinweis, dass die erhobenen Gerätedaten nicht für das Marketing genutzt oder an Dritte weitergegeben werden sollen.