Wie muss die Stadt aufgestellt sein, damit alle Menschen gut durch eine Hitzeperiode kommen? Darüber wollen die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen mit den Menschen beim zweiten „Grünen Treff“ ins Gespräch kommen. Unter dem Titel „Wie wird Wülfrath hitzeresilient?“ laden die Grünen Interessierte am Samstag, 11. Juli, von 10 bis 12 Uhr ins Café Meiners am Heumarkt ein.

„Die außergewöhnlich hohen Temperaturen Ende Juni haben deutlich gemacht, wie sehr lang anhaltende Hitze den Alltag beeinträchtigen kann“, so die Grünen in ihrer Ankündigung. Deshalb möchten die Grünen erfahren, welche Orte und Situationen in Wülfrath als besonders belastend wahrgenommen wurden und welche Maßnahmen dazu beitragen können, die Lebensqualität in der Stadt auch bei künftig häufiger auftretenden Hitzeperioden zu erhalten.

„Hitzeschutz ist eine Aufgabe, die viele Bereiche unseres Zusammenlebens betrifft – von der Gesundheitsvorsorge über die Stadtgestaltung bis hin zur Versorgung mit Trinkwasser“, erklärt Alice Bruchhaus-Peter, Sprecherin des Ortsverbandes. „Refill-Stationen sind ein wichtiger Baustein. Gleichzeitig sollten wir prüfen, wie auch in Stadtteilen ohne entsprechende Geschäfte ein unkomplizierter Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser ermöglicht werden kann. Ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist gerade an heißen Tagen von zentraler Bedeutung.“

Auch Jochen Gödde, sachkundiger Bürger im Schulausschuss, sieht Handlungsbedarf: „Kurzfristige Maßnahmen wie Hitzefrei können in Extremsituationen notwendig sein. Langfristig müssen wir jedoch darüber sprechen, wie Schulen und andere öffentliche Einrichtungen besser an steigende Temperaturen angepasst werden können. Nachhaltige Lösungen schaffen Schutz und erhöhen die Aufenthaltsqualität für alle.“ Dazu zählen auch mehr Stadtgrün und Schattenplätze, wassersensible Stadtplanung und widerstandsfähige öffentliche Infrastruktur.