Ehemaliger Ukraine-Botschafter
Melnyk will zurück nach Berlin – Schröder soll verhandeln
09.07.2026 – 19:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Andrij Melnyk bei den UN (Archivbild): Zwischen 2015 und 2022 war er Botschafter der Ukraine in Deutschland. (Quelle: IMAGO/Lev Radin/imago)
Andrij Melnyk schließt eine Rückkehr als ukrainischer Botschafter nach Berlin nicht aus. Gleichzeitig bringt er eine kontroverse Idee für mögliche Friedensgespräche ins Spiel.
Der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, hat sich offen für eine Rückkehr nach Berlin gezeigt. In einem Gespräch mit dem „Spiegel“ erklärte er, dass er sich eine zweite Amtszeit als Botschafter in Deutschland vorstellen könne. „Wenn sich eine Chance bieten würde, wäre ich gerne ein zweites Mal Botschafter hier“, sagte Melnyk. Deutschland sei ein Land, das er möge und wohl besser verstehe als viele seiner Kollegen. Dies könne ihm helfen, „viel zu erreichen“.
Neben seiner möglichen Rückkehr nach Berlin äußerte sich Melnyk auch zu den Chancen auf Friedensgespräche mit Russland. Dabei brachte er den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Spiel. Schröder könne seine persönliche Beziehung zu Wladimir Putin nutzen, um als Vermittler zu agieren. „Er könnte seinen persönlichen Beitrag dazu leisten, dass wir vielleicht doch näherkommen“, so Melnyk.
Obwohl er Schröder als „tragische Figur“ bezeichnete, sieht Melnyk in dessen Zugang zu Putin eine Chance. Er forderte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf, Schröder nach Moskau zu schicken, um danach an ihn zu berichten: „Ich hoffe, dass Herr Merz das auch tut, dass er diesen Kanal nutzt.“
