In der jüngsten Vergangenheit galt dies als eine sichere Bank: Elias Egouli steht bei Fortuna auf dem Spielberichtsbogen. Dies war am Donnerstagabend allerdings nicht der Fall. Der Innenverteidiger fehlte für das Testspiel beim VfL Benrath, das die Rot-Weißen mit 12:1 gewannen, im Aufgebot des Drittligisten. Kostenpflichtiger Inhalt Der Grund: Er steht vor einem Wechsel zur SV Elversberg. Darüber hatte unsere Redaktion bereits berichtet.
Doch auch ohne Egouli im Kader hatte Fortunas Cheftrainer Alexander Ende genügend Personal – doch es gab auch große Sorgen. Hamza Anhari war Mitte der ersten Halbzeit auf dem Rasen liegen geblieben. Die Folge: Der 22-Jährige konnte nicht mehr weitermachen, verließ gestützt von Mannschaftsarzt Ulf Blecker den Platz und hielt sich mit hängendem Kopf den hinteren rechten Oberschenkel.
Der Applaus von den Zuschauern dürfte nur ein schwacher Trost gewesen sein für Anhari, der sich bereits im vergangenen Sommer während der Vorbereitung einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hatte. Bei der eigenen Mannschaft an der Seitenlinie angekommen, warteten Chefcoach Ende und Innenverteidiger Tim Oberdorf bereits, um sich nach Anharis Wohlbefinden zu erkundigen. Nach einem kurzen Austausch mit ihm nahmen Ende und Oberdorf wieder auf ihren Stühlen Platz, Anhari humpelte dagegen direkt in die Kabine.
Fußball gespielt wurde in Benrath dennoch. Im ersten Durchgang bot Ende Milan Czako im Tor auf, dazu waren Steven van der Sloot, Dominique Heintz, Jorrit Hendrix, Eric Hottmann, Jomaine Consbruch, Jordi Paulina, Sascha Risch, Elias Arden, Noah Egouli sowie Anhari, für den Kaden Amaniampong auf den Rasen kam, im Einsatz. Lukas Eixler, dessen Verpflichtung erst wenige Stunden vor dem Anpfiff verkündet wurde, saß zunächst einmal auf der Bank. Von dort aus sah der Offensivmann, der vom Regionalligisten FSV Zwickau kam, wie viel Lust seine Mitspieler auf das Toreschießen hatten.
Risch (5.) begann den Düsseldorfer Torreigen in der Anfangsphase, danach legten die Gäste munter nach: Van der Sloot (8.), Consbruch (22.), Paulina (25.), Hottmann (26.), Heintz (31.), Noah Egouli (41.) trafen für die Ende-Truppe, die allerdings auch einen Gegentreffer nach einem Konter kassierte. Kutaiba Kassar verkürzte aus Sicht des gastgebenden Kreisligisten zwischenzeitlich auf 1:2 (14.). Letztlich ging Fortuna mit einem 7:1 in die Kabine.
Zum Wiederanpfiff tauschte Ende ordentlich durch und gab insgesamt 21 Akteuren – wie Debütant Eixler – Spielpraxis. Lediglich Czako im Tor spielte 90 Minuten durch. Am Ende schraubte Fortuna das Ergebnis dank Mechak Quiala Tito (52.), Fabian Schleusener (58., 81., 86.) und Anas Slimani auf 12:1 hoch. Ab Samstag bezieht der Drittligist bis zum 20. Juli sein Sommer-Trainingslager im oberösterreichischen Bad Leonfelden.