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Die USA greifen den Iran erneut an, das Regime in Teheran reagiert mit Attacken auf US-Stützpunkte in der Region. Die erneute Eskalation ist keine Überraschung, sondern die logische Folge eines großen Missverständnisses.

Donald Trump schimpft wieder. Auf dem Nato-Gipfel in Ankara erklärte der US-Präsident am Mittwoch das Rahmenabkommen für einen möglichen Frieden mit dem Iran für beendet und kündigte erneute US-Angriffe an. Die Gründe dafür: Teheran greift weiter Schiffe in der Straße von Hormus und das iranische Regime bestehe laut Trump aus „bösen, kranken Leuten“.

Die Wut des US-Präsidenten ist gerechtfertigt. Denn das iranische Regime nutzt schamlos aus, dass Trump keinen langen Krieg und deshalb keine weitere Eskalation mit verheerenden Folgen für die Weltwirtschaft will. Teheran spielt mit dem Feuer, weil es glaubt, dass von Trump viel heiße Luft kommt und die Eskalation begrenzt bleibt.

Ein amerikanischer Kampfjet auf einem US-Flugzeugträger. Erneut greifen die USA den Iran an. (Archivbild)Vergrößern des BildesEin amerikanischer Kampfjet auf einem US-Flugzeugträger (Archivbild): Die USA attackieren den Iran erneut. (Quelle: US Central Command)

Mittlerweile geht es in dem Krieg nicht mehr um das iranische Atomprogramm oder möglicherweise um einen Regimewechsel. Der Seehandel über die Straße von Hormus ist nun der zentrale Konfliktpunkt. Dem liegt ein großes Missverständnis im Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zugrunde: Während Washington dachte, dass der Iran die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus garantiere, sieht sich Teheran als neuer Zollmeister der Seestraße. Und das iranische Regime möchte davon finanziell profitieren.

Die erneute Eskalation und das Scheitern des Rahmenabkommens kommen deshalb mit Ansage. Es ist aber nicht falsch, dass Trump dem Iran militärische Grenzen aufzeigt und die Amerikaner militärische Ziele in Küstennähe attackieren. Denn die freie Schifffahrt in der Region muss gewährleistet werden. Trotzdem wiederholt der US-Präsident seine Fehler im Krieg und schaufelt das Loch immer tiefer, welches er sich selbst gegraben hat.

Trump braucht eine Strategie

Dieser Konflikt ist für die USA militärisch so nicht zu gewinnen. Trump steht innenpolitisch vor den US-Zwischenwahlen unter Druck und will auch keine Bodentruppen schicken. Teheran sitzt deshalb am längeren Hebel, auch wenn es immer wieder amerikanisch-israelische Angriffe fürchten muss.

Trump räumt dieses Chaos allerdings nicht auf. Da er keinen großen Krieg möchte, bräuchte er einen politischen Plan, um nachhaltigen Druck auf Teheran aufbauen zu können.