Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Tschechiens Präsident warnt Kiew: Zwei Monate, bis Putin eskaliert
Aktualisiert am 10.07.2026 – 00:52 UhrLesedauer: 15 Min.
Petr Pavel beim Nato-Gipfel in Ankara: Der tschechische Präsident glaubt, dass Putin in Russland zeitnah eine Generalmobilmachung ausrufen könnte. (Quelle: IMAGO/Metin Aktas/imago)
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Tschechiens Präsident erwartet eine Wende nach den Wahlen in Russland. Selenskyj macht sich über Moskau lustig. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Selenskyj erwartet Patriot-Raketen in den nächsten Tagen
Die Ukraine und die USA machen auf politischer Ebene den Weg für Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen frei. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sollen Lieferungen der PAC-3-Raketen in den kommenden Tagen eintreffen. Zudem liefen Gespräche mit der Regierung in Washington über die gemeinsame Produktion von Drohnen, sagte der Präsident nach seiner Rückkehr vom Nato-Gipfel in der Türkei.
Selenskyj äußerte sich nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über die künftige Zusammenarbeit. Mit europäischen Verbündeten plane die Ukraine die Entwicklung eines eigenen, kostengünstigeren Raketenabwehrsystems, wozu in Kürze ein Treffen in Frankreich stattfinden solle, fügt Selenskyj hinzu.
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Tschechiens Präsident warnt: Kiew hat zwei Monate, bis Putin eskaliert
Der tschechische Präsident Petr Pavel warnt, dass Russland nach den Parlamentswahlen am 20. September den Krieg in der Ukraine eskalieren könnte. In einem Interview mit der britischen Zeitung „The Telegraph“ erklärte Pavel, dass Kremlchef Putin eine Generalmobilmachung anordnen könnte, sobald die Wahlen abgeschlossen sind. „Bis dahin gibt es ein Zeitfenster, um Russland klarzumachen, dass wir bereit sind, Verhandlungen aufzunehmen“, sagte der ehemalige Nato-General.
Pavel betonte, dass der Druck auf Russland aufrechterhalten werden müsse, um es zu Friedensgesprächen zu bewegen. Die russische Bevölkerung sei zunehmend kriegsmüde, und die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf russisches Territorium hätten die innenpolitischen Spannungen verschärft. „Wenn dieser Druck anhält, könnte Russland eher zu Verhandlungen bereit sein“, so Pavel.
Die russischen Parlamentswahlen könnten laut Pavel ein Wendepunkt sein. Eine Mobilmachung vor den Wahlen sei unwahrscheinlich, da sie bei der Bevölkerung auf Widerstand stoßen würde. Doch nach dem Urnengang könnte Putin härtere Maßnahmen ergreifen, um die militärische Lage zu stabilisieren. Pavel forderte die Nato auf, die Ukraine weiterhin militärisch zu unterstützen und gleichzeitig diplomatische Bemühungen zu verstärken.
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