Seit sechs Jahrzehnten gehört das Jakob-Brunnen-Fest zu den festen Terminen im Neuwerker Kalender. Geselligkeit und den guten Zweck verbindet das Frühschoppen, zu dem – so verlangt es die Tradition – die Volksbank im Rheinland, die Privatbrauerei Bolten und zahlreiche ehrenamtliche Helfer am letzten Sonntag im Juli einladen. Der Reinerlös der nunmehr 58. Runde am Sonntag, 26. Juli, 11 bis 13 Uhr, auf dem Peter-Schumacher-Platz kommt dem Kunstradverein RV Adler zugute, der dieses Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert.

1966 wurde das erste Jakob-Brunnen-Fest zur Einweihung der Grünanlage gefeiert. Seither wurden bereits 53 Vereine und gemeinnützige Projekte aus Neuwerk und Bettrath mit insgesamt rund 79.000 Euro unterstützt. „Wir verlieren unsere Wurzeln nicht, wir bleiben hier“, betont Franz Dierk Meurers von der Volksbank im Rheinland. Die Verbundenheit mit Neuwerk und den örtlichen Vereinen sei trotz des Zusammenschlusses zur Volksbank im Rheinland unverändert. Auch die Privatbrauerei Bolten hält an der langjährigen Partnerschaft fest. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wolle das Unternehmen die regionale Tradition weiterhin unterstützen und sponsert das Bier. „So eine lange Partnerschaft lassen wir gerne leben“, sagt Verkaufsleiter Christopher Muthig.

Besucher können für drei Euro ein Festglas erwerben und dieses während der zweistündigen Veranstaltung beliebig oft füllen lassen. Die Privatbrauerei Bolten wechselt beim Jakob-Brunnen-Fest zwischen ihren Marken Bolten Alt und Hannen Alt, sodass in diesem Jahr Hannen ausgeschenkt wird. Außerdem gibt es alkoholfreies Bier und Wasser. Rund 1000 Gläser stehen bereit. Die Einnahmen aus dem Glasverkauf bilden dabei nur einen Teil der Spendensumme. Die Volksbank rundet den Erlös im Anschluss großzügig auf. „Erfahrungsgemäß werden etwa 700 bis 800 Liter Bier ausgeschenkt“, sagt Muthig. Den Ausschank übernimmt erneut die St. Maria Junggesellenbruderschaft Neuwerk, unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Polizei sowie Mitarbeitenden der Volksbank.

Eine besondere Rolle spielt in diesem Jahr das Gedenken an den im vergangenen Herbst verstorbenen Neuwerker Künstler Willi Wirtz. Über viele Jahre gestaltete er die Motive der beliebten Festgläser und prägte damit das Jakob-Brunnen-Fest. Zwar werden aus Kostengründen seit einigen Jahren keine neuen Motivgläser mehr produziert, doch beim Fassanstich soll an sein langjähriges Wirken erinnert werden. „Ich glaube, es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen. Er hat sich jahrzehntelang um Neuwerk verdient gemacht“, sagt CDU-Ratsherr Tim Eickels. Auch wenn das Fest tief in Neuwerk verwurzelt ist, richte sich die Einladung ausdrücklich an alle Mönchengladbacher.