Wer sich in Wülfrath künstlerisch betätigen möchte, findet beim Offenen Atelier der Bergischen Diakonie ein großes Angebot. Ob im Kleinen mit Pinsel und Stift oder im Großen mit Schweißgerät: Hier können sich Menschen kreativ ausprobieren, austoben, sich und neue Leidenschaften entdecken oder auch Abschalten vom Stress des Alltags mit Job und Familie.

Das Besondere am Offenen Atelier ist aber nicht nur das Angebot, sondern auch das Konzept dahinter, das in diesem Jahr nun schon 30. Geburtstag feiert. Damals setzte das Künstlerehepaar Elke Voß-Klingler und Claus Klingler seine Vision eines inklusiven Kunstateliers in die Tat um. Diese Grundidee trägt bis heute: Kunst verbindet Menschen über Grenzen hinweg. Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen der Bergischen Diakonie, aber auch Bürgerinnen und Bürger aus der Region sowie Mitarbeitende sind gemeinsam im denkmalgeschützten Haus Langensiepen kreativ tätig.

Breit gefächertes Angebot

Das Angebot hat sich über die Jahre weiterentwickelt, mit zahlreichen Kursen wie etwa Schmieden und Schweißen. Mit dem FAB, dem Freundeskreis Ateliers der Bergischen Diakonie, ist zudem ein Unterstützerkreis entstanden, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. Seit Beginn ist das Offene Atelier fest in das Angebot der Fachabteilung für Tagesstruktur und Schulung (FaTS) eingebunden, die zum Sozialtherapeutischen Verbund der Bergischen Diakonie gehört.

Teilhabe und Selbstbestimmung

„Kunst verbindet Menschen über Grenzen hinweg – das war unsere Idee vor 30 Jahren, und sie trägt bis heute“, sagt das Atelierteam rund um Sunci Matijanic, Manuel Rohde und Arne Sawatzki. Genau diese Haltung zeige, worum es der Bergischen Diakonie in ihrer Arbeit gehe: Menschen so zu begegnen, wie sie sind, und ihnen Räume zur Teilhabe und Selbstbestimmung zu eröffnen. Das Offene Atelier macht diesen Anspruch seit drei Jahrzehnten sichtbar und erlebbar.

Jubiläumsfest am Samstag

Und das soll gefeiert werden, und zwar mit einem Jubiläumsfest am Samstag, 11. Juli, rund um Haus Langensiepen (Diakonissenweg 13) auf dem Gelände der Diakonie in Aprath. Die offizielle Eröffnung ist um 15 Uhr. Um 16 und 17 Uhr können Interessierte an einem Schnupperkurs zu Qi Gong im FaTS Waldhof teilnehmen. Wer es lieber tierisch mag, kann um 16.30 Uhr am Spaziergang zu den Ziegen der Diakonie teilnehmen. Vom Treffpunkt Haus Langensiepen geht es gemeinsam zum Gehege der Tiere auf dem Diakoniegelände. Einen weiteren tierischen Spaziergang gibt es um 17.30 Uhr. Dann geht es zu den Bienen.

Wer sich mehr für die neuen Technologien interessiert, kann sich dem Besuch im Scan-Dienst mit 3D-Drucker in Haus Buche anschließen. Das ist am Samstag von 15.30 bis 17 Uhr möglich. Auf Nachfrage werden auch Führungen durch das Haus Birke angeboten.

Eigene Produkte im Angebot

Zudem gibt es eine kleine Zeitreise zurück: Fotos und Filme aus 30 Jahren Offenes Atelier werden zu sehen sein. Es gibt außerdem die Mitmachaktion „zusammenHALTEN“ mit dem FAB und die Fachabteilung Tagesstruktur und Schulung präsentiert Produkte aus den eigenen Angeboten. Mit dabei ist auch wieder der Schmuckverkauf aus Upcycling-Produkten.

So viel Programm macht natürlich hungrig. Auch dafür ist gesorgt. Das Team bietet neben Kaffee, Kuchen und Waffeln auch Pizzabrötchen aus dem Lehmofen sowie Würstchen im Brötchen an.