Die Ergebnisse der umweltmedizinischen Untersuchungen an der Realschule Am Stadtpark liegen nun vor. „Nach derzeitigem Kenntnisstand geht für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte keine gesundheitliche Belastung von dem vorsorglich geschlossenen Kunstraum aus“, teilt die Stadt Leverkusen aktuell mit. Der Raum bleibe dennoch bis auf Weiteres geschlossen. Hintergrund sei eine abschließende Feinreinigung, die noch umgesetzt werde.

„Die Messergebnisse der untersuchten Stichprobe von Schülerinnen und Schülern ergeben keine Hinweise auf eine außergewöhnliche Belastung“, heißt es in einer Mitteilung. Weitere Untersuchungen seien daher nicht erforderlich.

Begleitend zu den medizinischen Untersuchungen wurden auch umfangreiche Messungen im betroffenen Kunstraum durchgeführt. Die Raumluftmessungen ergaben keine Auffälligkeiten. Bei den Staubuntersuchungen wurden zunächst erhöhte Werte festgestellt. Die inzwischen vorliegenden Ergebnisse der ergänzenden Untersuchungen der Bodenbeläge haben jedoch ebenfalls keine erhöhten Belastungen ergeben. „Nach der abschließenden Feinreinigung kann der Raum – voraussichtlich mit Beginn des neuen Schuljahrs – nach den Sommerferien wieder geöffnet werden“, kündigt die Verwaltung an.

„Mit den nun vorliegenden Untersuchungsergebnissen kann der Schulgemeinschaft kurz vor Beginn der Sommerferien ein wichtiges Signal gegeben werden. Sämtliche bislang durchgeführten medizinischen und umweltmedizinischen Untersuchungen sowie die begleitenden Raumuntersuchungen haben keine Hinweise auf eine gesundheitliche Gefährdung von Schülerinnen und Schülern oder Lehrkräften ergeben“, zeigt sich die Stadt zufrieden. Die Ergebnisse schafften eine verlässliche Grundlage und ermöglichten es der Schulgemeinschaft, mit einem hohen Maß an Sicherheit in die Sommerferien zu gehen.

In einem Kunst- und Nebenraum der Realschule Am Stadtpark in Wiesdorf waren im Frühjahr hohe Werte von Halb- und Schwermetallen, darunter Blei und Arsen, entdeckt worden. Bereits im November vergangenen Jahres hatte laut stellvertretendem Schulleiter Andreas Roske eine Kollegin der Schulleitung von auffälligen Befunden ihres Arztes berichtet. Seither hatten keine Schüler mehr den Raum betreten.

Im Mai berichtete die Schule, dass in dem Fachraum ursprünglich Keramik in einem Brennofen gebrannt worden sei, wobei auch mit schwermetallhaltigen Glasuren gearbeitet worden sei. Allerdings ist der Ofen schon seit 15 Jahren nicht mehr in Benutzung, was zusätzliche Fragen aufgeworfen hatte. Nun also gibt es Entwarnung, sodass die Räume nach den Sommerferien voraussichtlich wieder genutzt werden können.