Die Bezirksvertretung 6 (Rath, Unterrath, Mörsenbroich und Lichtenbroich) hat im April die Verwaltung einstimmig gebeten, zu prüfen, ob und unter welchen technischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen der öffentliche Teil ihrer Sitzungen per Livestream übertragen werden kann. Das wird bereits in den Bezirksvertretungen 1 und 5 so gehandhabt und ermöglicht den Bürgern und Bürgerinnen, unkompliziert und niederschwellig die Sitzungen und Entscheidungen der Bezirksvertretung zu verfolgen und sich über die kommunalpolitische Arbeit im Stadtbezirk zu informieren.

Wie die Verwaltung nun mitteilt, wird gleich aus mehreren Gründen diesem Wunsch im Stadtbezirk 6 aber nicht entsprochen. „Auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen in der Bezirksvertretung 5 hat sich gezeigt, dass die Umsetzung einer Liveübertragung mit einem hohen personellen, zeitlichen sowie technischen Aufwand verbunden ist“, sagt die Verwaltung. Die Liveübertragung könne nur funktionieren, wenn die technische Durchführung eigenständig vor Ort übernommen würde. „Weder das Hauptamt noch die Bezirksverwaltungsstelle 6 verfügen über die personellen Kapazitäten, um diese Betreuung vor Ort sicherzustellen“, so die Verwaltung.

Das Hauptamt könne zudem aufgrund der aktuellen Haushaltslage die Kosten für die notwendigen technischen Geräte nicht übernehmen. Diese belaufen sich inklusive der Anlieferung, Montage und Inbetriebnahme schätzungsweise auf rund 4200 Euro. „Zusätzlich muss ein separater Streaming-Laptop angeschafft werden, dessen Verwaltung und Bedienung bei jeder Sitzung selbst koordiniert und durchgeführt werden muss.“

Die Verwaltung sieht das Projekt zudem als nicht wirtschaftlich an. „Auch vor dem Hintergrund der geringen Nutzung der Liveübertragungen (bei der Bezirksvertretung 5 sind es circa 20 Abrufe pro Sitzung).“