Bei Untersuchungen wurden in einzelnen Wasserproben im Versorgungsgebiet der Netze Duisburg im Bereich Huckingen erhöhte Bleigehalte festgestellt. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Ursache habe man bislang noch nicht eindeutig lokalisieren können.

Aus Vorsorgegründen seien deshalb in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Anwohnerinnen und Anwohner in dem betroffenen Bereich informiert und um eine vorübergehende Einschränkung der Nutzung des Leitungswassers zum Trinken sowie zur Zubereitung von Speisen und Getränken gebeten worden.

Die Netze Duisburg untersuchen das Versorgungsgebiet derzeit durch zusätzliche Wasserproben und technische Maßnahmen, um die Ursache schnellstmöglich zu identifizieren und zu beseitigen.

Für andere Nutzungen im Haushalt – beispielsweise zum Duschen, Baden, Händewaschen, Wäschewaschen oder zur Toilettenspülung – kann das Leitungswasser weiterhin uneingeschränkt verwendet werden.

Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung werden an mehreren Standorten im betroffenen Gebiet Trinkwasserwagen aufgestellt. Dort steht kostenlos einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung. Aktuelle Informationen zur Nutzung des Trinkwassers oder zu den genauen Standorten der Trinkwasserwagen sind auf der Internetseite netze-duisburg.de/trinkwasser-huckingen zu finden. Diese Internetseite werde fortlaufend mit den neuesten Informationen aktualisiert, heißt es.

Zusätzlich haben die Netze Duisburg für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner eine Hotline geschaltet, falls sie Hilfe oder Unterstützung bei der Versorgung mit Trinkwasser benötigen. Die Netze Duisburg bitten um Verständnis, dass diese Hotline nur für Fragen von betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern eingerichtet ist. Die Netze Duisburg können keine Auskünfte zu medizinischen Fragen geben.

Die Hotline ist unter der Telefonnummer 0203 604-3680 zu erreichen. Sie ist heute bis 18 Uhr zu erreichen sowie am Samstag und Sonntag von 8 bis 16 Uhr.

Die Netze Duisburg setzen die Untersuchungen zur Ursache der erhöhten Bleigehalte in einzelnen Wasserproben im Bereich Huckingen mit Hochdruck fort. Ziel ist es, die Ursache für die externen Einträge schnellstmöglich zu beseitigen. Das teilte das Unternehmen am frühen Freitagabend mit.

Im Laufe des Freitags wurden umfangreiche weitere Wasserproben entnommen und labortechnisch untersucht. Dabei wurden auch Proben außerhalb des bislang betroffenen Versorgungsbereichs analysiert. Damit lägen weiterhin keine Erkenntnisse vor, die auf Auffälligkeiten außerhalb des definierten Bereichs hindeuteten, so der Versorger. Zusätzlich wurden weitere Proben innerhalb des bereits eingegrenzten Bereichs entnommen und ausgewertet, um die Ursachensuche weiter einzugrenzen. Weitere Laborergebnisse werden Anfang der kommenden Woche erwartet.

Parallel dazu wurden verschiedene technische Maßnahmen umgesetzt. So wird das betroffene Gebiet derzeit ausschließlich über eine Zuflussleitung mit Trinkwasser versorgt. Diese Umstellung dient dazu, die Untersuchungen weiter zu präzisieren und die Ursache der erhöhten Bleigehalte besser eingrenzen zu können. Darüber hinaus identifizieren die Netze Duisburg derzeit ältere, nicht mehr in Betrieb befindliche Hausanschlüsse und trennen diese vorsorglich vom Versorgungsnetz. Damit soll ausgeschlossen werden, dass aus stillgelegten Hausanschlüssen Verunreinigungen in das Trinkwassernetz eingetragen werden können.

Die vorsorglichen Nutzungseinschränkungen gelten weiterhin. Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung stünden den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern weiterhin an sechs Standorten Trinkwasserwagen mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser zur Verfügung. Diese würden auch in den kommenden Tagen regelmäßig mit frischem Trinkwasser befüllt.