Tote nach russischen Gleitbomben auf ukrainische Städte

Durch russische Gleitbomben sind in der Ostukraine mindestens vier Menschen getötet worden. 13 weitere seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Das russische Militär habe sieben Bomben auf die Stadt Kramatorsk und die nahe Siedlung Bilenke abgeworfen. Dabei seien ein Hochhaus und ein Geschäft getroffen worden. Kramatorsk ist nur gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt.

urn:newsml:dpa.com:20090101:260710-99-26038Vergrößern des BildesEin Anwohner steht auf den Trümmern seines Hauses, nachdem eine russische Bombe ein Wohngebiet in Saporischschja in der Ukraine getroffen hat. (Quelle: Kateryna Klochko)

Auch die südostukrainische Großstadt Saporischschja wurde Behördenangaben nach schwer bombardiert. Mindestens ein Zivilist sei getötet und 16 weitere seien verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow auf seinem Telegramkanal mit. Die Attacke zielte den Angaben nach auf das Zentrum der Industriestadt ab. Mehr als ein Dutzend Häuser seien dabei zerstört worden. Russische Truppen haben sich der Stadt bis auf etwas mehr als 20 Kilometer genähert.

Gleitbomben werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe Dutzende Kilometer entfernt abgeworfen und gleiten mit Flügelkonstruktionen ausgestattet ins Zielgebiet. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.

Sie lockten ihn wohl in eine Falle: Ukraine schießt russischen Jet ab

Über der Ostukraine wurde ein russischer Kampfjet abgeschossen – womöglich von einer F-16. Russische Militärbeobachter sprechen von einer Falle. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Armeechef: Ukraine von Wende im Krieg „weit entfernt“

Der ukrainische Armeechef Oleksandr Syrsky hält die ukrainischen Truppen im Krieg mit Russland zwar für gut aufgestellt, sieht eine „Wende im Krieg“ aber noch in weiter Ferne. Obwohl die russische Armee über „fast die doppelte Menge an Personal und Ausrüstung“ verfüge, habe der Kreml seine Ziele nicht erreicht, erklärte Syrsky auf Telegram. Der Feind dürfe aber „nicht unterschätzt werden“.

Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj (rechts) erklärt Präsident Selenskyj die Gefechtslage.Vergrößern des BildesOberbefehlshaber Oleksandr Syrsky (r.) mit Präsident Selenskyj (Archivbild): Der Armeechef sieht die Ukraine nicht auf der Siegerstraße. (Quelle: Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpa)

Syrskys Angaben zufolge führten die russischen Truppen nur noch an höchstens „sechs oder sieben“ Frontabschnitten Offensiven aus – zuvor seien es noch 13 Abschnitte gewesen. Dabei erlitten die Russen seinen Angaben zufolge schwere Verluste, während Kiew eine „Strategie der Auszehrung“ verfolge.

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