Ein Schulbegleiter arbeitet mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen.

AUDIO: Elternverein „Leben mit Behinderung Hamburg“: Aus bei Ferienbetreuung (1 Min)

Stand: 11.07.2026 07:01 Uhr

Hamburgs Schulbehörde plant Kürzungen bei der Schulbegleitung für Kinder mit Behinderungen. Bei betroffenen Familien und vielen Trägern sorgen die Pläne für Unmut. Der Elternverein „Leben mit Behinderung Hamburg“ zieht jetzt Konsequenzen.

Nach fast 20 Jahren steigt der Verein aus der Nachmittags- und Ferienbetreuung aus. Betroffen sind Kooperationen mit drei Sonderschulen – darunter die Schule Paracelsusstraße in Rahlstedt. Bereits nach den Sommerferien soll Schluss sein. Ab dem kommenden Schuljahr will der Elternverein keine Nachmittags- und Ferienbetreuung mehr anbieten.

Erfolglose Gespräche mit der Schulbehörde

Laut Verein gab es bereits seit 2024 Gespräche mit der Schulbehörde – jedoch ohne Erfolg. Es sei darum gegangen, für die Ferienbetreuung einen angemessenen Personalschlüssel und für die Mitarbeitenden Arbeitsverträge nach Tarif zu erwirken.

Mehr junge Menschen als Betreuer

Die Schulbehörde hingegen will, dass anstelle der Fach- und Assistenzkräfte mehr junge Menschen – insbesondere jene, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren – die Nachmittags- und Ferienbetreuung für Kinder mit Behinderungen übernehmen. Die Behörde geht davon aus, dass sie auch nach dem Rückzug des Elternvereins ausreichend Schulbegleiter finden wird.

Demonstrierende halten Schilder hoch.

Wegen der geplanten Umorganisation der Schulbegleitung wurde am Mittwoch in der Innenstadt demonstriert. Auch die Hamburgische Bürgerschaft debattierte darüber.

Ein Grundschüler und eine Grundschülerin sitzen in einem Klassenzimmer bei einem Unterricht.

Schulbegleiter unterstützen Kinder, die Probleme haben, beim Lernen. Die Bildungsbehörde plant offenbar, weniger Schulbegleiter zu bewilligen.