Die USA verlangen laut Medienberichten ein Bekenntnis Irans zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus. Bis zu diesem Samstag solle die Führung in Teheran öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, schreiben unter anderem das US-Nachrichtenportal „Axios“ und die Zeitung „Wall Street Journal“ unter Berufung auf amerikanische Regierungsbeamte. Die Botschaft sei Iran direkt und über Vermittler überbracht worden. Welche Konsequenzen der iranischen Führung drohen, sollte sie die Forderung ignorieren, blieb zunächst unklar.

Die USA hatten in den vergangenen Tagen wieder Ziele in Iran angegriffen und das mit Attacken auf Handelsschiffe begründet. US-Präsident Donald Trump bekräftigte am Freitag das Ende der Waffenruhe im Iran-Krieg. Zugleich ließ er die Tür für Gespräche weiter offen. Um die Lage ​zu deeskalieren, trafen am Freitag Vermittler aus dem Golfemirat Katar in Iran ein.

Apple wirft OpenAI Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor

Im Streit um die Entwicklung neuer Hardware hat der US-Konzern Apple den ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie zwei ehemalige Mitarbeiter verklagt. Der iPhone-Konzern wirft dem amerikanischen Unternehmen für Künstliche Intelligenz vor, systematisch vertrauliche Informationen zu Design und Fertigungsprozessen gestohlen zu haben, um den eigenen Einstieg in das Hardware-Geschäft zu beschleunigen.

Apple-CEO Tim Cook (Januar 2026)<span class="copyright">Jeanne Accorsini/SIPA/picture alliance</span>

Apple-CEO Tim Cook (Januar 2026)Jeanne Accorsini/SIPA/picture alliance

OpenAI weist dies zurück. ⁠Man ⁠habe kein Interesse an den Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen, teilte die Firma mit. Der Fokus liege auf der Entwicklung innovativer Technologien. Laut der bei einem Bundesgericht im US-Staat Kalifornien eingereichten Klage arbeiten ​inzwischen mehr als 400 frühere Apple-Beschäftigte für OpenAI.

Ungarn tritt EU-Staatsanwaltschaft bei

Ungarns ist einer Behörde der Europäischen Union beigetreten, die den Missbrauch von EU-Geldern verfolgt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einem willkommenen Schritt im Kampf gegen Betrug und Korruption. Dies zeige das erneute Bekenntnis des Landes zu einer Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit, so die EU-Kommission mit Blick auf den früheren ungarischen Regierungschef Viktor Orbán.

Ungarns Regierungschef Péter Magyar (Juni 2026)<span class="copyright">Attila Kisbenedek/AFP</span>

Ungarns Regierungschef Péter Magyar (Juni 2026)Attila Kisbenedek/AFP

Der Beitritt des Landes zur Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA) gehört zu den Reformen, die der neue ungarische Ministerpräsident Péter Magyar angekündigt hat. Darüber hinaus müssen einer Mitteilung aus Brüssel zufolge nun auch alle neuen Länder, die EU-Mitglied werden möchten, der Behörde beitreten. Die EUStA verfolgt Delikte, die die Finanzbelange der EU betreffen – wie etwa den Missbrauch von Fördergeldern, Geldwäsche, Mehrwertsteuerbetrug oder Korruption.

Reparieren anstatt Wegwerfen wird in Deutschland Pflicht

Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland haben künftig das Recht auf eine Reparatur von Geräten. Nach dem Bundestag gab jetzt auch der Bundesrat, in dem die Länderregierungen vertreten sind, für das Gesetz grünes Licht. Hersteller bestimmter Produkte wie etwa Waschmaschinen, Mobiltelefone, Tablets oder E-Bikes werden damit gesetzlich verpflichtet, ihre Produkte während der üblichen Lebensdauer zu einem angemessenen Preis zu reparieren. Außerdem müssen die Geräte künftig so konstruiert sein, dass man sie reparieren kann. Wer also etwa einen Akku so verbaut, dass ein Tausch nicht möglich ist, verstößt gegen das Gesetz. Für Verbraucher tritt das Gesetz Ende Juli in Kraft.

Mit dem Gesetz soll weniger Elektroschrott in Deutschland anfallen (Archivbild)<span class="copyright">Daniel Schäfer/dpa/picture alliance</span>

Mit dem Gesetz soll weniger Elektroschrott in Deutschland anfallen (Archivbild)Daniel Schäfer/dpa/picture alliance

Mit dem Gesetz wird die sogenannte „Recht-auf-Reparatur-Richtlinie“ der Europäischen Union in deutsches Recht umgesetzt. Die EU-Richtlinie gehört zu einer Reihe von Vorhaben in Europa, mit denen Elektroschrott reduziert und Verbraucherrechte gestärkt werden sollen.

Frankreich aktiviert Hitze-Notfallplan

Angesichts der großen Hitzewelle hat Frankreichs Regierung einen bisher einmaligen Notfallplan in Gang gesetzt. Das Konzept sieht unter anderem Abkühlungszentren für gefährdete Menschen vor, wie Regierungssprecherin Maud Bregeon im Sender TF1 ankündigte. Dazu gehörten vor allem ältere Menschen, aber auch etwa Obdachlose. In den klimatisierten Zentren könnten sich die Menschen für einige Stunden aufhalten oder auch übernachten, erläuterte der Direktor des französischen Zivilschutzes, Julien Marion.

Ein Paar im Trocadéro-Brunnen, der gegenüber dem Eiffelturm in Paris liegt<span class="copyright">Dimitar Dilkoff/AFP</span>

Ein Paar im Trocadéro-Brunnen, der gegenüber dem Eiffelturm in Paris liegtDimitar Dilkoff/AFP

Der Plan gilt Bregeons Angaben zufolge für Regionen mit der höchsten Hitzewarnstufe. Aktuell sind laut dem französischen Wetterdienst Météo France neun Départements im Westen des Landes betroffen. An diesem Samstag gilt auch für den Großraum Paris Alarmstufe rot. Es werden Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius erwartet. Es ist bereits die dritte extreme Hitzephase innerhalb von zwei Monaten, die den deutschen Nachbarn trifft. Sie soll laut Météo France bis mindestens Mitte nächster Woche andauern.

Wieder Buckelwal vor Dänemark gesichtet

Vor Dänemarks Ostseeküste ist abermals ein Buckelwal unterwegs. Alles deute darauf hin, dass es sich bei dem vor Aarhus gesichteten Tier um denselben Wal handle, der bereits in den vergangenen Wochen in dänischen Gewässern beobachtet worden sei, unter anderem zwischen Jütland und der Insel Fünen, teilte die dänische Umweltbehörde mit. Sein Aussehen und sein Verhalten ließen darauf schließen, dass er krank sei.

Die Umweltbehörde rief die Menschen dringend dazu auf, Abstand zu dem Wal zu halten. „Es ist besonders wichtig, nicht in die Nähe des Tieres zu segeln oder auf andere Weise Kontakt zu ihm aufzunehmen“, erklärte sie. Falls der Meeressäuger tatsächlich krank sei, bedeute jede Störung zusätzlichen Stress. Die dänische Behörde betonte, sie greife grundsätzlich nicht in das Leben freilebender Wale ein.

se/haz (dpa, afp, rtr, ap, kna)

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