„Mit zwei Regalen Niederegger- und Hachez-Schokolade fing es an“, sagt Axel Becker gegenüber ka-news am 8. Juli. Heute führt er 120 verschiedene Schokoladen aus aller Welt – sowie seine eigenen Produkte. Seit 2005 stellt er Schokolade und Pralinen selbst her. Doch die Regale lichten sich bereits: Ende Juli schließt Becker die Pforten seiner Schokoladenfabrik in Karlsruhe.

Seit 2003 gibt es den „Zuckerbecker“ in der Karlsruher Südstadt.

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Seit 2003 gibt es den „Zuckerbecker“ in der Karlsruher Südstadt.
Foto: Thomas Riedel

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Seit 2003 gibt es den „Zuckerbecker“ in der Karlsruher Südstadt.
Foto: Thomas Riedel

„Beim Tee wird nichts mehr neu erfunden – bei Schokolade kann man noch experimentieren“

Ursprünglich war Becker in der Möbelindustrie tätig, wo er der „Küchen-Becker“ genannt wurde. Doch 2003 entschied er sich, in der Südstadt sein Schokoladengeschäft „Zuckerbecker“ zu eröffnen. Anfangs schwebte ihm ein reiner Schokoladenladen vor – aber die Inhaberin von „Schoko Bühler“ riet ihm, auch Tee ins Sortiment zu nehmen. „Und durch den Laden bin ich zum Teetrinker geworden“, sagt er. So stehen heute in den Regalen etwa Tee aus China und Tansania.

Über die Jahre wuchs das Feinkostsortiment im „Zuckerbecker“.

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Über die Jahre wuchs das Feinkostsortiment im „Zuckerbecker“.
Foto: Thomas Riedel

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Über die Jahre wuchs das Feinkostsortiment im „Zuckerbecker“.
Foto: Thomas Riedel

Den größten Teil nimmt aber weiterhin die Schokolade ein – darunter Produkte aus Asien, Lateinamerika und zahlreichen afrikanischen Ländern.

Dabei reagierte er auch auf wechselnde Vorlieben seiner Kundschaft. Aktuell sei etwa weiße Schokolade besonders gefragt; aber auch Trends wie die „Dubai-Schokolade“ mit Pistazien griff er ebenfalls auf. Und Matcha gibt es bei ihm längst nicht nur als Tee, sondern auch verarbeitet in Schokolade. Sein Credo: „Beim Tee wird nichts mehr neu erfunden – bei Schokolade kann man noch experimentieren.“

Seit 2005 stellt Becker Schokolade und Pralinen selbst her.

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Seit 2005 stellt Becker Schokolade und Pralinen selbst her.
Foto: Thomas Riedel

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Seit 2005 stellt Becker Schokolade und Pralinen selbst her.
Foto: Thomas Riedel

Becker reiste seinen Produkten hinterher

Seinen Produkten ist Becker in vielen Ländern hinterher gereist. 2008 folgte er einer Einladung Karlsruher Entwicklungshelfer auf eine Kakaofarm in Ecuador – daraus entstand eine direkte Geschäftsbeziehung für seine Schokoladenproduktion. Auch dem Tee folgte er bis zu den Anbaugebieten in Südostasien, auf den Azoren und nach Cornwall in England, wo sich vermutlich die nördlichste Teeplantage der Welt befindet.

Im „Zuckerbecker“ gibt es auch ein umfangreiches Teesortiment.

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Im „Zuckerbecker“ gibt es auch ein umfangreiches Teesortiment.
Foto: Thomas Riedel

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Im „Zuckerbecker“ gibt es auch ein umfangreiches Teesortiment.
Foto: Thomas Riedel

Neuer Laden könnte bereits im September eröffnen

Am Ende sei es eine Entscheidung der Stadt gewesen, die ihn zur Schließung bewegt: Weil die Parkplätze am Werderplatz vor seinem Laden wegfallen sollen, schließt er Ende Juli. Ein großer Teil seines Umsatzes komme nämlich von Kundschaft von außerhalb.

Die Karlsruher Schokoladenfabrik Zuckerbecker schließt nach einem Vierteljahrhundert.

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Die Karlsruher Schokoladenfabrik Zuckerbecker schließt nach einem Vierteljahrhundert.
Foto: Thomas Riedel

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Die Karlsruher Schokoladenfabrik Zuckerbecker schließt nach einem Vierteljahrhundert.
Foto: Thomas Riedel

Becker plant nun, mit den Kontakten zu seinen Lieferanten einen Großhandel aufzubauen. Doch seine Produktionsmittel und Möbel lagert er ein – ein Comeback will er also so schnell bislang nicht ausschließen. „Wenn es mir in zwei Jahren langweilig wird, weiß ich sofort, was ich zu tun habe.“

Laut Becker stehe auch schon fest, wer nach ihm in das Gebäude einziehen könnte: Die Eröffnung eines neuen Kaffeeausschanks sei geplant – möglicherweise bereits im September.