Mit den Oberligisten Wuppertaler SV und SSVg Velbert, erst recht aber mit dem gerade in die Regionalliga aufgestiegenen VfB 03 Hilden trifft der 1. FC Wülfrath bereits in der Saisonvorbereitung auf die hiesige Fußball-Prominenz. Jetzt kam am Mittwochabend bei der Auslosung der 1. Runde des Niederrheinpokals der Knüller schlechthin dazu. Die Wülfrather haben keinen Geringeren als den ehemaligen Erstligisten MSV Duisburg zu Gast. Ausgetragen wird dieses Fußball-Highlight gegen das Spitzenteam der 3. Liga und letztjährigen Pokalgewinner (4:1 im Finale gegen den SC St. Tönis) zwischen dem 25. und 27. August.

„Das ist natürlich ein absolutes Traumlos. Ein Spiel, von dem jeder Verein und Spieler in der Amateurliga träumt. Aufgrund der außergewöhnlich starken Fanszene des MSV gehen wir davon aus, vor einer großen Kulisse zu spielen. Wir freuen uns jedenfalls auf ein attraktives Pokalmatch“, betont Michaela Massenberg. Gleichzeitig weist die 2. Vorsitzende des FCW darauf hin, dass es im Vorfeld noch einige organisatorische Rahmenbedingungen abzuklären gilt, um die Partie tatsächlich im heimischen Lhoist Sportpark stattfinden zu lassen. Bevor es aber so weit ist, gehen noch mehr als sechs Wochen ins Land.

Aktuell hat die Vorbereitung auf die neue Saison Priorität. Am 30. Juni bat das Trainerduo Joscha Weber/Thomas Cyrys den in Teilen neu zusammengestellten Kader zur ersten Übungseinheit. Verändertes Personal einerseits, aber auch die Bezirksliga, Gruppe 6, ist fußballerisches Neuland für den Landesliga-Absteiger. Für Trainer und Spieler kein Hindernis. „Die Gruppeneinteilung ist eher zweitrangig. Wir nehmen es, wie es kommt. Haben auch mit einer möglichen Favoritenrolle kein Problem. Wir machen zwar keinen Hehl daraus, dass der direkte Wiederaufstieg unser Ziel ist, wissen aber genauso, dass es schwer ist, diesen ambitionierten Plan erfolgreich umzusetzen“, redet Joscha Weber Klartext.

Es herrscht mithin Zuversicht am Erbacher Berg. Die ersten Trainingseinheiten machten den Spielern nach der mehr als dreiwöchigen Pause in sportlicher Hinsicht nicht nur Spaß, sondern ließen bereits erkennen, dass der Kampf um die Stammplätze in den nächsten Monaten groß sein wird. „Wir haben uns gezielt verstärkt, haben unseren ohnehin gut besetzten Kader auch von der mentalen Seite her noch einmal aufgewertet. Die Neuen bringen fußballerisches Können und dazu Erfahrung aus höheren Ligen mit. Das ist uns wichtig“, sagt Weber. Und meint damit den einst bei Borussia Mönchengladbach ausgebildeten und zuletzt in der Regionalliga bei der SSVg Velbert aufgelaufenen Timo Mehlich (28 Jahre), Jan-Steffen Meier (34 – zuletzt Rot-Weiß Wülfrath, davor u.a. Wuppertaler SV, Wattenscheid 09) und den vom Oberligaaufsteiger Solingen 03 gekommenen Vedran Beric (29 – zuvor SSVg Velbert, Straelen). Auch der einst bei Hansa Rostock in der 3. Liga unter Vertrag stehende Offensivspieler Hasan Ülker (31 – zuletzt RW Wülfrath) und Abwehrmann Seungho Noh (21 – Hamborn 07, Cronenberg) spielten bereits höherklassig. Diese Erfahrung fehlt dem von SSVg. Velbert II gewechselten Dmytro Kislin noch, aber der FCW bietet dem 20-jährigen Mittelfeldspieler eine gute Basis, um sich weiter zu entwickeln.

An diesem Sonntag proben die Wülfrather in der Heimpartie (15 Uhr) gegen den TSV Ronsdorf (Bezirksliga Gruppe 2) erstmals den Ernstfall. Zwei Tage später (14. Juli – Anstoß 19.30 Uhr) gibt der aus der Regionalliga abgestiegene Nachbar Wuppertaler SV seine Visitenkarte am Erbacher Berg ab. Gleich das erste Highlight für die hiesigen Fußballfans. Auch hier erwarten die FCW-Verantwortlichen ein überdurchschnittlich hohes Zuschauerinteresse. Nicht minder hochkarätig ist der Vergleich bei der SSVg Velbert (22. Juli, 19.30 Uhr) und das Gastspiel des frischgebackenen Regionalligisten VfB 03 Hilden am 29. Juli um 19.30 Uhr im Lhoist Sportpark. Hinzu kommen die Heimbegegnungen mit dem Landesligisten Sportfreunde Niederwenigern (19. Juli – 15 Uhr) sowie den Bezirksligavertretern Sparta Bilk (23. Juli – 19.30 Uhr) und SC Sonnborn (2. August – 15 Uhr).