Madina, die junge Hausherrin und Schwester der Auftraggeberin, hatte keinen Bedarf an einer herkömmlichen, großen Küche, was es den Gestalterinnen ermöglichte, den Raum offener und luftiger zu gestalten. Anstatt die Küche als separaten, abgeschlossenen Bereich zu betrachten, integrierten sie diese nahtlos in den Innenraum, wobei die volle Funktionalität erhalten blieb, aber ohne übermäßige Geräte. Es entstanden zwei unterschiedliche Zonen: die Insel, die als Hauptarbeitsbereich dient, und ein eingebauter Hochschrank, der den Kühlschrank beherbergt und zusätzlichen Stauraum bietet, der vor dem Essbereich positioniert ist. „Unser Hauptziel bei der Gestaltung des offenen Raums war es, ein Gefühl von Leichtigkeit und Fluss zu schaffen. Dies erreichten wir durch einen minimalistischen Ansatz bei der Küchengestaltung, der die Küche schlicht und übersichtlich hielt.“ Die Waschküche wurde geschickt hinter Falttüren versteckt, um diese klare Ästhetik beizubehalten. Bei Nichtgebrauch ist er praktisch unsichtbar, aber bei Bedarf leicht zugänglich. So blieb der Raum frei von Unordnung, und jeder Zentimeter wurde optimal genutzt.

Lindgründe Falttüren hinter der Kücheninsel

Hinter der glamourösen Kücheninsel geht es praktisch zu. Im Wandschrank der jungen Hausherrin, die eher wenig kocht …

Sergey KrasyukEin Wäscheschrank verbirg sich hinter den lindgrünen Küchentüren

… befindet sich eine versteckte Waschküche inklusive Waschtrockner und einer Menge Stauraum.

Sergey KrasyukDie Kunst gibt den Ton an

„Ich denke, es sind oft die kleinen, durchdachten Details, die einen Raum wirklich aufwerten. Für uns spielte die Kunst bei diesem Projekt eine entscheidende Rolle.“ Das Gemälde von Moldir Qarubaiqyzy im Esszimmer gibt die Grundstimmung der Wohnung an, das Gemälde „Kimono“ von William Merritt Chase im Schlafzimmer bildete die Grundlage für die gesamte Farbpalette dieses Raums – von den senfgelben Wänden bis hin zum tiefroten Stoff des Kleiderschranks und den darauf abgestimmten Akzenten. Und dann sind da noch die subtilen japanischen Kunstelemente, die sich durch die ganze Wohnung ziehen. Sie verleihen den Räumen Charakter und verhindern, dass sie zu generisch wirken. „Es geht darum, das perfekte Gleichgewicht zwischen Ästhetik und Individualität zu finden“, so die Innenarchitektinnen. Denn die Bewohnerin Madina ist jung, energiegeladen und stilvoll, und ihre Wohnung sollte das zum Ausdruck bringen. Der offene Grundriss verkörpert ihren dynamischen Geist, während die Farbakzente ihren Stil unterstreichen. Die leichte, luftige Atmosphäre spiegelt ihre eigene Leichtigkeit wider. Es ist ein Raum, der lebendig, schick und voller Persönlichkeit ist, genau wie sie.