Wolfgang Niedecken hat sich schon über zwei Stunden durch den warmen Kölner Sommerabend gespielt, da beantwortet er sich selbst die entscheidende Frage. „Was fehlt noch? Ich glaube das Lied für meinen Vadder fehlt noch.“ Sekunden später steht das gesamte Stadion. Im hinteren Stehblock brennt ein einsamer Bengalo, daneben ein Schild: „Für immer bei uns“. Im Oberrang schwenkt ein Kind eine Effzeh-Fahne. 45.000 Menschen singen gemeinsam „Verdamp Lang her“. Als der letzte Akkord verstummt, streckt Niedecken Faust und Gitarre nach oben, posiert mit seiner Band für ein Gruppenfoto und lässt sich erst mal minutenlang feiern. Als er die Bühne verlässt, klingt „Oh, wie ist das schön“ durch das Stadionrund.