Nicht der erste Clinch

Jan Böhmermann spottet über Deal von Lukas Podolski

Aktualisiert am 11.07.2026 – 05:13 UhrLesedauer: 2 Min.

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Lukas Podolski und Jan Böhmermann (Montage): Zwischen den beiden Kölnern knirscht es mal wieder. (Quelle: Montage/imago)

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Zwischen zwei der bekanntesten Köpfe Kölns knirscht es mal wieder: Jan Böhmermann imitiert nach rund 20 Jahren wieder Lukas Podolski. Ob der FC-Legende das gefällt?

Auch FC-Legende Lukas Podolski kann dem Spott von ZDF-Satiriker Jan Böhmermann wohl nicht entkommen: In der neuesten Folge des Podcasts „Fest und Flauschig“ haben Böhmermann und sein Podcast-Kollege und Musiker Olli Schulz einen Werbespot aufgegriffen, in dem Podolski derzeit zu hören ist.

In dem Beitrag, der offenbar derzeit in mehreren Podcast-Folgen immer wieder abgespielt wird, wirbt Podolski für die angebliche sichere Nutzung der Social-Media-App TikTok durch Kinder. Böhmermann spielte den Beitrag in dem Podcast von Sonntag ein – und meinte ironisch: „Man muss sagen, Lukas Podolski macht nicht für jeden Scheiß Werbung – das ist nicht jemand, der sein Image für den Höchstbietenden verkauft. Sondern, das ist jemand, der guckt sich genau vorher an, was er macht.“

Die Nutzung von TikTok durch Kinder und Jugendliche gilt unter Experten als umstritten: Die App, die sich durch schnelle Kurzvideos auszeichnet, gilt als leicht süchtig machend – Experten diskutieren seit Jahren ein Mindestalter für die Nutzung solcher Social-Media-Apps oder auch gleich ein ganzes Verbot. Schulz nannte das Auftreten von Podolski in dem Clip „schäbig“.

Böhmermann imitiert Podolski wieder

Bei den ironischen Seitenhieben blieb es derweil nicht: Das Podcast-Duo setzte seine Kritik an Podolskis Deal mit der Social-Media-App gleich auch noch kreativ um. Böhmermann, der zu Beginn seiner Karriere mit einer Imitation von Podolski berühmt geworden war, äffte die FC-Legende in drei fingierten Werbespots nach – und sprach sich als „Podolski“ etwa für „verantwortungsbewusste Dealer“ im Drogen-Hotspot rund um den Frankfurter Hauptbahnhof aus. Ein wenig später lobte Böhmermanns „Podolski“ dann die Kommunistische Partei Chinas und die Prostitution im Kölner Großbordell Pascha.

Podolski und Böhmermann waren erstmals wegen Böhmermanns Podolski-Imitationen während der Fußball-WM aneinander geraten: Der Kölner hatte den Satiriker, damals für 1Live tätig, verklagt, weil er sich von ihm als „trampeligen und blöden Fußball-Proleten“ dargestellt hatte, wie Sport1 berichtete. Jedoch erfolglos.

Doch den Spott des Komikers behielt Podolski wohl im Hinterkopf: Als 2016 die Staatsanwaltschaft Mainz gegen Böhmermann wegen dessen Schmähgedicht über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan ermittelte, schrieb Podolski auf Twitter: „Lieber Jan, wer immer nur auf Kosten anderer austeilt, der kriegt irgendwann den Boomerang zurück.“ Dazu setzte er den Hashtag „nichtvergessen“.

Nach Podolskis Rücktritt aus der Nationalmannschaft gab es zwischen den beiden dann aber auch etwas versöhnlichere Töne.