Vor rund drei Jahren ist die bekannte Ost-West-Friedenskirche im Münchner Olympiapark bei einem verheerenden Feuer zerstört worden. Nun soll sie wieder aufgebaut werden. Doch schon vor dem Neubau ist klar: Diese besondere Kirche ist künftig ein Baudenkmal.
Münchner Stadtrat beschließt Wiederaufbau der Ost-West-Friedenskirche
Sie lag etwas versteckt in einem Garten auf dem Gelände des Olympiaparks. Väterchen Timofej und seine Frau Natascha hatten die Kirche Anfang der 1950er Jahre errichtet. Timofej selbst wurde mehrfach während des Baus verhaftet – für das Gebäude hatten sie keine Genehmigung. Später erbauten sie ein kleines Wohnhaus, eine Kapelle und ein Museum.
Am 10. Juni 2023 brannte die besondere Kirche allerdings wegen eines technischen Defekts nieder. Der Münchner Stadtrat genehmigte einen Wiederaufbau. Jetzt erkannte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) das Ensemble und den Garten offiziell als Denkmal an. Wie der Münchner Merkur berichtet, hätten ein „finanzielles Wunder“ und ein „Planungswunder“ die Behörde überzeugt.
Arbeiter entdecken Bargeld-Versteck unter Kirchenruine im Olympiapark
Nach dem Brand entdeckte man unter der Kirchenruine ein Versteck mit etwa 6000 Euro in D-Mark-Scheinen und alten Münzen. Das Geld stammt wohl von Timofej persönlich. Gemeinsam mit den rund 66.000 Euro aus der Versicherung konnte der Wiederaufbau starten. Nur kurze Zeit vor dem Brand vermaß eine Studentin der Universität Bamberg das Gebäude. Ihre 3-D-Aufnahmen ermöglichen nun einen möglichst originalgetreuen Nachbau.