Die Poolparty im Verler Freibad hat am Samstag 2000 Gäste angelockt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen bliebt der Einlassstopp aus. Angesichts der Spielgeräte im Wasser und des geschlossenen Sprungturms fuhr der ein oder andere direkt wieder nach Hause.
Verl (abb) – Als das Verler Freibad vor fast 50 Jahren eröffnet worden ist, war es als Wellenbad geplant. So richtig funktionierte die Anlage aber nie. Bei der Poolparty am Samstag schwappte allerdings so manche Welle durchs Becken, die die 2000 Gäste in bester Laune auslösten.
Im Bad befanden sich auffallend viele Familien mit kleineren Kindern. Beste Partylaune bei blauen Himmel, Sonnenschein und 30 Grad lieferte die poppige „Mucke“ des Zephyrus-Discoteams aus Leopoldshöhe (Kreis Lippe).
Gut gelaunt, selbstironisch und mit einigen humorvollen Einlagen brachte das Team um Moderator Joschua Lutz das Publikum zum Lachen. Mit im Gepäck: DJ Nico, der laut Lutz an den Tagen vor Verl noch auf Ibiza und Mallorca aufgelegt hatte.
Die Mitglieder der DLRG hatten immer einen wachsamen Blick auf das Geschehen.Im Wasser mit seinen 26 Grad konnten die Mädchen und Jungen riesige Gummispielgeräte erklimmen und planschen. Immer wenn „Crazy Frog“, die aufgepeppte Version des bekannten Songs „Axel F“ aus dem Film „Beverly Hills Cop“ erklang, standen Spiele auf dem Programm. Und so mussten verschiedene Teams auf Gummimatten liegend durch das Wellenbad im Verler Freibad schnellen. Selbst über das Wasser konnten die Wasserratten laufen. „So etwas gab es seit über 2000 Jahren nicht“, sagte Moderator Joschua Lutz mit einem Augenzwinkern.
Eine Polonaise quer durch das Freibad, Tanzeinlagen am Beckenrand und viele verrückte Aktionen – die Poolparty begeisterte alle Gäste, und auch der leitende Schwimmmeister Björn Jann blickte zufrieden auf die Becken. „Es sind viele Familien mit Kindern da, das ist sehr entspannt“, sagte er und warf natürlich immer wieder einen Blick auf das Geschehen.
„Durch die vielen Spielgeräte im Wasser ist alles etwas wuseliger und unübersichtlicher“, so Jann, für den die Sicherheit aller Gäste im Vordergrund steht. Von den Bäderbetrieben der Stadt waren sieben Helfer dabei, die DLRG stellte fünf Rettungsschwimmer und obendrein vier Taucher, die unter Wasser alles im Blick hatten.
2000 Gäste tummeln sich am Samstagnachmittag im Freibad: Darunter viele Kinder und Jugendliche, die ihren Spaß haben bei all den Attraktionen im Wasser.
Das Becken war während der vierstündigen Poolparty sehr gut gefüllt, auch die Liegewiesen waren voll. Allerdings blieb ein Andrang wie an den sonstigen heißen Tagen aus, das Team um Jann musste keinen Einlassstopp verhängen. Jann begründete das auch damit, dass man die Poolparty nur in Verl beworben habe.
Vereinzelt hätten Ankommende am Samstagnachmittag die Rückreise angetreten, als sie von der Poolparty erfuhren. „Der Sprungturm ist dicht, das Wasser voller Spielgeräte und Kinder“, so Jann. Das habe einige vom Besuch abgehalten. Als es vor zweieinhalb Wochen sehr heiß gewesen war, hätten bereits morgens um 7 Uhr gut 500 Gäste vor den Toren des Freibads gestanden.
Zur Poolparty mussten alle Gäste durch den Sicherheits-Check: Rucksäcke und Taschen wurden auf Glasflaschen überprüft, angetrunkene oder unter Drogen stehende Gäste sollten abgewiesen werden. Solche habe es am Samstagnachmittag aber nicht gegeben. Dies sei nicht immer so. Björn Jann: „Es weht öfters ein Hauch von Marihuana über die Wiese.“
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