Waldbrand nahe Flughafen

130 Feuerwehrleute im Großeinsatz bei Frankfurt

13.07.2026 – 01:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Feuerwehr bei Waldbrand-EinsatzVergrößern des Bildes

Ein Hinweisschild weist auf die Feuerwehr hin (Symbolbild): In der Nähe des Frankfurter Flughafens ist es am Sonntag zu einem Brand gekommen. (Quelle: str/dpa/dpa-bilder)

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Ein Waldbrand nahe dem Frankfurter Flughafen erfasst 40.000 Quadratmeter. Alte Munition im Boden erschwert die Löscharbeiten.

Ein Gartenhüttenbrand, der zum Großeinsatz wurde: Am Sonntagnachmittag ist im Wald bei Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau) unweit des Frankfurter Flughafens ein Waldbrand ausgebrochen, der die Feuerwehren stundenlang beschäftigte.

Bis gegen 18.30 Uhr hatten die Flammen unweit des Campingplatzes „Am Gundhof“ bereits eine Fläche von vier Hektar erfasst, also 40.000 Quadratmeter. Das teilte Marco Schmitz, Stadtbrandinspektor von Mörfelden-Walldorf und Leiter des Einsatzes, dem Hessischen Rundfunk und dem „Darmstädter Echo“ mit. Der betroffene Waldabschnitt liegt zwischen dem Stadtteil Walldorf und dem Flughafen. Am Abend brannte es dort noch an mehreren Stellen. „Die Maßnahmen laufen, wir hoffen, dass wir es bald eingedämmt haben“, betonte Schmitz.

Hitze macht Einsatzkräften zu schaffen

Ausgelöst wurde der Einsatz bereits um 15.30 Uhr. Gemeldet worden war der Feuerwehr Walldorf zunächst ein brennendes Gartenhaus – doch schnell zeigte sich, dass weit mehr in Flammen stand, und die Leitstelle stufte den Alarm auf einen Waldbrand hoch. Nach und nach zogen die Einsatzkräfte Verstärkung heran, erst aus Mörfelden, dann aus dem gesamten Kreis Groß-Gerau. „Wegen der Temperaturen brauchen wir mehr Personen zum Ablösen“, erläuterte der Einsatzleiter. Zeitweise waren nach Angaben der Feuerwehr rund 150 Kräfte gleichzeitig vor Ort; am Abend blieben etwa 130 im Einsatz.

Zusätzlich zur Hitze machte den Einsatzkräften der Untergrund zu schaffen. In dem Waldstück könnte laut Feuerwehr noch alte Munition im Boden stecken, weshalb die Helfer nur mit erhöhter Vorsicht arbeiten konnten. Entsprechend zäh kamen die Löscharbeiten voran.

Warnung an Bevöllkerung über Apps Nina und Katwarn

Wie die Feuerwehr Mörfelden-Walldorf in den sozialen Medien mitteilte, waren die Einsatzkräfte an mehreren nebeneinander liegenden Brandstellen im Wald nördlich von Walldorf gefordert. Eine große Zahl von Tanklöschfahrzeugen sicherte im Rotationsbetrieb die Wasserversorgung. Für den Abend war ein Personalaustausch der Kräfte organisiert. Zur Versorgung der rund 130 Feuerwehrleute waren zudem Rettungskräfte sowie Helfer des DRK im Einsatz.

Über die Warn-Apps Katwarn und Nina wurde die Bevölkerung vor einer Geruchsbelästigung gewarnt. Anwohner sollten Fenster und Türen schließen, Lüftungen und Klimaanlagen ausschalten und das Gebiet meiden.

Bürgermeister Karsten Groß nannte in den sozialen Medien als Hauptanfahrtswege Nordring, Aschaffenburger Straße und die Zufahrt am Gundhof – diese Strecken sollten daher frei bleiben und gemieden werden. Rauch und Geruch seien bis dahin weitgehend auf den Waldbereich zwischen dem Stadtteil Walldorf und dem Flughafen beschränkt geblieben, allenfalls im Norden von Walldorf noch wahrnehmbar.