Beim Sommerfest der Feuerwehr am Mangenberg sollen Gäste, darunter auch das Mitglied einer anderen Löscheinheit, ausländerfeindliche Parolen gegrölt haben. Dies teilte die Stadt Solingen am Montag mit. Die Person sei vom Dienst suspendiert worden, gegen sie laufe nun ein Disziplinarverfahren, so Stadtsprecher Tobias Kollig.

Zu dem Vorfall kam es Kollig zufolge am Samstagabend (11. Juli 2026) auf dem Fest der Löscheinheit 3. „Nach bisherigen Erkenntnissen riefen einige Gäste des Festes, mutmaßlich unter Alkoholeinfluss, ausländerfeindliche Parolen“, berichtet der Stadtsprecher. „Die gastgebende Löscheinheit schritt umgehend ein, unterband die Rufe sofort und verwies die betreffenden Personen vom Festgelände.“

Unter den beteiligten Personen soll sich auch das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr einer anderen Löscheinheit befunden haben. „Zur umfassenden Aufklärung des Sachverhalts wurde das Feuerwehrmitglied mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert. Außerdem wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet“, erklärte Kollig.

Die Feuerwehr distanziere sich ausdrücklich von jeder Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und menschenverachtendem Verhalten, so der Stadtsprecher weiter. „Derartige Äußerungen stehen in eklatantem Widerspruch zu den Werten der Feuerwehr, die für Respekt, Toleranz und die Hilfe für alle Menschen unabhängig ihrer Herkunft, Religion oder Weltanschauung eintritt.“

Zitiert wird Solingens Feuerwehr-Chef Sebastian Wagner: „Bei derartigen Verhaltensweisen schauen wir sehr genau hin und werden – sofern sich die Vorwürfe bestätigen – die erforderlichen disziplinarrechtlichen Konsequenzen ziehen. Für Fremdenfeindlichkeit und rassistische Parolen ist in der Feuerwehr kein Platz.“

Weitere Angaben machen Feuerwehr und Stadt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und des laufenden Disziplinarverfahrens nicht.