Die Zahl der Toten infolge des verheerenden Waldbrandes im Süden Spaniens
hat sich auf 13 erhöht. Eine 93 Jahre alte Britin sei im Krankenhaus ihren Brandverletzungen erlegen,
teilte die Regierung der betroffenen Region Andalusien mit. Die Frau hatte demnach mehrere Vorerkrankungen und wohnte in der Gemeinde Los Gallardos rund 70 Kilometer nordöstlich der
Provinzhauptstadt Almería. Dort war das Feuer am
Donnerstagnachmittag ausgebrochen.

Als Ursache des Brandes wird eine
defekte Stromleitung vermutet. Etwa
1.500 Menschen mussten das Gebiet zwischenzeitlich verlassen, rund 7.000 Hektar Vegetation wurden verwüstet. Nach wie vor kämpfen Einsatzkräfte in der Sommerhitze gegen das Feuer, seit Sonntag gilt die Lage aber als stabil.

Sánchez: »Wir müssen vorbeugen«

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sprach sich bei einem Besuch im Katastrophengebiet für eine deutlich bessere Prävention aus. »Wir dürfen nicht nur reagieren, wenn sich diese Feuer
ereignen, wir müssen vorbeugen«, sagte er im Dorf Turre in der andalusischen Provinz Almería. Dazu gehörten ein
besserer Brandschutz der Kommunen und Notfalltrainingskurse für junge
Menschen.

Sánchez wies darauf hin, dass gefährliche Waldbrände
als Folge des globalen Klimawandels immer häufiger aufträten. »Jeder Einzelne von uns muss sich bewusst werden, dass sich das Klima gerade
verändert, dass die Auswirkungen des Klimanotstands sich immer mehr
verschlimmern«, sagte er. Zudem warnte der Ministerpräsident vor einem
»komplizierten Sommer, der von uns erfordern wird, wachsam zu bleiben«.

Weitere Brände in Portugal, Griechenland und Frankreich

Auch in anderen europäischen Ländern wie Portugal, Griechenland und Frankreich gab es infolge der Hitzewelle zuletzt Waldbrände. In Frankreich ​kämpfen etwa derzeit Hunderte Feuerwehrleute
gegen einen großen Waldbrand in dem historisch bedeutsamen Wald von
Fontainebleau bei Paris.

© Lea Dohle

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In der vergangenen Nacht versuchten ​mehr als 400
Einsatzkräfte, ⁠das Feuer rund 70 Kilometer ​südlich der französischen
Hauptstadt unter Kontrolle zu bringen, wie ‌die ⁠Feuerwehr mitteilte. Zudem wurden zwei Löschflugzeuge angefordert.
Sie müssen Wasser aus der ​Seine aufnehmen, weshalb die Behörden die
Anwohner zu Vorsicht aufriefen.

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