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Jedes Spiel ein Krimi! Die deutschen U20-Handballer schlagen bei der EM auch die Schweiz mit 32:30 (15:15). Dieses Mal ist es jedoch nicht die „Beton-Abwehr“, die den Ausschlag gibt. Durch den Sieg bucht die DHB-Auswahl schon vorzeitig ihr Ticket fürs Viertelfinale.

Foto: BILD
U20-Bundestrainer Martin Heuberger (62) hatte vor dem ersten deutschen Hauptrunden-Spiel bei der EM die Standards gesetzt: Der Schweizer Super-Angriff (schon 125-Turniertore) würde gegen die deutsche „Beton-Abwehr“ (nur 70 Gegentore) Probleme bekommen!
Die ersten Minuten gehören aber dem deutschen Angriff: Besonders das Mega-Talent Rasmus Ankermann (18) vom THW Kiel dreht auf und hält die Eidgenossen mit fünf Toren in 13 Minuten fast alleine in Schach! Dann beweisen die Schweizer ihre volle Offensiv-Power und ziehen auf 10:8 weg (16.). Nach dem deutschen 28:19-Kantersieg gegen Griechenland im letzten Gruppenspiel ist klar: Heute wartet ein anderes Kaliber! Bis zur Pause kämpft sich die DHB-Auswahl aber wieder ran, es geht mit einem 15:15-Remis in die Kabinen.
Handball: Deutschland erreicht EM-Viertelfinale
Nach dem Seitenwechsel läuft es bei Deutschland vorne plötzlich rund – 21:19 nach 35 Minuten! Die Schweiz wird nur noch von Tiago Cuencas (18) im Spiel gehalten, er ist mit 12 Treffern der überragende Mann. Gegen eine kompakte deutsche Defensive und die spielstarke Offensive reicht ein Cuencas aber nicht: Der 32:30-Sieg ist aus DHB-Sicht schlussendlich verdient und enorm wichtig!
Denn: Durch den Erfolg steht Deutschland bereits nach dem ersten Hauptrundenspiel sicher im Viertelfinale. Der Modus: Jeweils die beiden Gruppenbesten der Hauptrunde sowie die beiden besten Dritten kommen weiter. Gegen Frankreich (selbe Gruppe) hat Deutschland in der Vorrunde schon mit 31:30 gewonnen und die Punkte mitgenommen. Durch die deutliche Pleite der Färöer gegen Frankreich würde selbst bei Punktgleichheit der direkte Vergleich für Deutschland entscheiden.
Heuberger: „Werden mit unseren Kräften haushalten“
„Wir wussten, dass in der Abwehr Schwerstarbeit auf uns zukommt“, verrät Martin Heuberger (62) nach Abpfiff. „Die Jungs haben das mit Bravour gelöst. Ich hatte nach der Halbzeit nie das Gefühl, das noch was passieren könnte. Die Breite unseres Kaders hat den Ausschlag gegeben.“ Weiter geht es schon am Dienstag (18.30 Uhr) gegen die Färöer. Heuberger: „Natürlich wollen wir auch dieses Spiel gewinnen, werden aber mit unseren Kräften haushalten.“