Manöver

Macron überrascht mit Ankündigung zur Ukraine

13.07.2026 – 23:28 UhrLesedauer: 3 Min.

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Koalition der Willigen: Wolodymyr Selenskyj (l.) und Emmanuel Macron am Montag in Paris. (Quelle: Teresa Suarez/Pool Photo via AP)

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Frankreichs Präsident kündigt gemeinsame Manöver mit der Ukraine an. Auch neue Waffensysteme will Emmanuel Macron dem angegriffenen Land liefern.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat überraschend schon für die nächsten Monate gemeinsame Manöver der „Koalition der Willigen“ der Ukraine-Verbündeten in den Nachbarländern des von Russland angegriffenen Landes angekündigt. Die Übungen sollten unter anderem zeigen, „dass wir bereit, entschlossen und glaubwürdig sind – zu Land, in der Luft und zur See“, sagte Macron nach Beratungen der Koalition in Paris, an denen unter anderen Bundeskanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnahmen.

Wer konkret an diesen Manövern beteiligt sein soll und wann und wo genau sie organisiert werden sollen, ließ Macron aber offen. Die Koalition verfüge nun über eine multinationale Truppe für die Ukraine, die einsatzbereit sei, so der französische Präsident. Dabei präzisierte er aber nicht, welche Länder der multinationalen Truppe im Einzelnen angehören werden – dazu hatte es bislang keine Einigung und öffentliche Ankündigung der Koalition der Willigen gegeben.

Macrons Vorstoß mit Manövern kommt überraschend

Mehrere europäische Staaten hatten sich im Dezember bei einem Ukraine-Gipfel in Berlin auf die Bildung einer von Europa geführten und von den USA unterstützten „multinationalen Truppe für die Ukraine“ zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands und zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte verständigt. Von gemeinsamen Manövern vor einem Waffenstillstand war damals noch nicht die Rede. Die Bemühungen um ein Ende des Krieges sind seit Monaten festgefahren.

Wie Macron sagte, sollen bei den Manövern Einsatzpläne getestet werden. Laut der Abschlusserklärung des Pariser Gipfels soll die Truppe dabei ihre Fähigkeiten für einen Einsatz nach Beendigung der Feindseligkeiten demonstrieren. Sie soll demnach in Friedenszeiten ukrainische Streitkräfte unterstützen, etwa bei der Sicherung des Luftraums und der Seegebiete.

Staats-und Regierungschefs bei einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris.Vergrößern des BildesStaats-und Regierungschefs bei einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris. (Quelle: Teresa Suares/Pool/AP)

Merz lässt deutsche Beteiligung offen

Merz erwähnte die multinationale Truppe und die Manöver in seinem Statement nicht. Er sprach lediglich davon, dass die Koalition der Willigen bereit sei, bei den Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem Waffenstillstand eine „wichtige Rolle“ zu spielen in enger Zusammenarbeit mit den USA. Über die Ausgestaltung würden die Ukraine und ihre Verbündeten entscheiden, nicht Moskau.

„Über Art und Umfang des deutschen Beitrags wird die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag ebenfalls entscheiden“, betonte der Kanzler. Merz hatte den deutschen Beitrag für eine multinationale Truppe schon im Dezember nach dem Ukraine-Gipfel in Berlin offen gelassen.

Lieferung weiterer Waffensysteme

Macron bekräftigte zudem die Lieferung weiterer Waffensysteme an die Ukraine. „Die Unterstützung der Ukraine ist eine Investition in unsere eigene Sicherheit. Und diejenigen, die glauben, dass dieser Krieg an den ukrainischen Grenzen haltmachen wird, wenn wir nachgeben oder Mittel suchen, um dem Aggressor entgegenzukommen, irren sich“, betonte Frankreichs Staatschef.