Schon jetzt sei die brach liegende Fläche an der Straße „Auf dem Kamp“ in Arsbeck ein Spielplatz, erklärte André Lauer von der Interessengemeinschaft Spielplatz. Ein Haufen Sand mit ein paar Spielgeräten reiche für diese Bezeichnung aus. Doch in Arsbeck möchte man mehr: Auf dem 1380 Quadratmeter großen Grundstück soll möglichst bald ein Ort für Familien, an dem sich Jung und Alt treffen können, entstehen. Dazu gründeten engagierte Eltern eine Interessengemeinschaft und diese lud zum ersten Mal die ganze Nachbarschaft ein, um in den Austausch zu gehen und Ideen zu sammeln. Wie der Spielplatz schon bald aussehen könnte, steht noch nicht fest, das hänge, so Lauer, davon ab, wie viel Geld die IG akquiriert. „Der Stadt fehlen die Mittel, wir sind auf Spenden angewiesen“, betonte er. Allein der Zaun, der das Gelände eingrenzen soll, so Marcus Frentzen von der Arsbecker Dorfgemeinschaft, würde um die 20.000 Euro kosten, bei den Kosten für die gesamte Fläche liege man bei über 100.000 bis 150.000 Euro.

Im Arsbecker Neubaugebiet wohnen viele junge Familien, der „Spielplatz“, das erklärte Rainer Enger, der erst vor Kurzem mit seiner Familie nach Wegberg gezogen ist, sei einer der Gründe gewesen, warum er und seine Frau sich für Arsbeck entschieden hatten – der Bedarf nach einem Ort, an dem Kinder sich austoben und die Erwachsenen sich treffen können, sei straßenübergreifend vorhanden.

Arsbeck zählt etwa 2500 Einwohner, allein im entsprechenden Abschnitt des Neubaugebietes wohnen 30 Kinder zwischen null und fünf Jahren. Außerdem, so die Vertreter der IG, sei geplant, dass dort Mehrfamilienhäuser entstehen sollen – der Bedarf an Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung werde damit auch in den nächsten Jahren steigen. Das Vorhaben Spielplatz soll deswegen so schnell wie möglich gestartet werden: „An den Ideen scheitert es nicht“, stellte Lauer während des ersten Treffens auf der Grünfläche fest. Die Interessengemeinschaft hat bereits eine Online-Spendenkampagne ins Leben gerufen, um barrierefreie Spielgeräte finanzieren zu können – nach vier Tagen wurden bereits knapp 1500 Euro gesammelt: „Wir sind überwältigt vom Zusammenhalt hier in Arsbeck“, freute sich Lauer. Mithilfe der Spenden sollen barrierefreie Spielgeräte angeschafft werden – Inklusion, so heißt es in der Beschreibung der Kampagne, liege den IG-Mitgliedern besonders am Herzen: „Kein Kind soll am Rand sitzen müssen, nur weil ein Rollstuhl oder eine Einschränkung den Weg versperrt“, heißt es dort weiter. „Wir möchten, dass auch die Oma mit dem Rollator die Kinder auf den Spielplatz begleiten kann“, so der Initiator der Interessensgemeinschaft.

Ziel ist es auch, die Stadt Wegberg und Vereine und Organisationen mit ins Boot zu holen, so soll zum Beispiel eine Heinsberger Spielplatztesterin mit ihrer Expertise dabei helfen, einen bedarfsgerechten Ort zu schaffen, der allen Menschen Teilhabe ermöglicht. Der neue Platz soll darüber hinaus ein Treffpunkt im Dorf sein: „Es gibt einfach keinen zentralen Treffpunkt in Arsbeck“, so Lauer, der selbst wegen des Spielplatzes vor etwa einem Jahr mit seiner kleinen Familie nach Arsbeck gezogen war. Er betonte: „Ich glaube, dass hier wirklich etwas entstehen kann. Das wird nicht direkt ein Abenteuerspielplatz sein, aber nach und nach wird etwas kommen“, so der Initiator der Interessensgemeinschaft. Bis die ersten Spielgeräte aufgebaut werden können, wird zwar noch einige Zeit vergehen, doch die ersten Spendenerfolge zeigen den Initiatoren, dass sie mit ihrer Idee einen Nerv getroffen haben. Schritt für Schritt soll so aus der bislang ungenutzten Fläche ein Ort entstehen, der nicht nur Kindern, sondern der gesamten Dorfgemeinschaft zugutekommt.